Das eigene Haus stellt nach wie vor selbst nach der Immobilienkrise einer der Hauptwünsche moderner Familien dar. Die Gründe liegen auf der Hand: Moderne Bauträger liefern oft schlüsselfertiges Bauen, die Zinsen für Baufinanzierungen sind extrem niedrig und die Vielfalt an verfügbaren Bauunternehmen lässt neue Bauherren aus einer Vielzahl von Hausangeboten wählen.

Doch wie finden angehende Hausherren den passenden Bauunternehmer oder Bauträger? Der Marktanteil teilt sich in etwa zu 52 % Generalbauunternehmer und 37 % freie Bauträger auf. Die restlichen Prozent verteilen sich auf Privatbauunternehmer und freie Architekten. Dabei ist vor allem der Marktanteil der Architekten in den letzten Jahren stark geschwunden, da die Konkurrenz durch große Fertigbauketten enorm gestiegen ist. Da fällt die Wahl auf das richtige Bauunternehmen nicht leicht.

Die Suche nach Bauunternehmen und -trägern gestaltet sich heutzutage relativ einfach. Das Festlegen auf eines jedoch ist dann das Schwierigste. Beginnen Sie Ihre Suche in Hauskatalogen, Immobilienseiten, Immobilienseiten oder schauen Sie auf Baumessen nach. Prüfen Sie Bauangebot und -unternehmen sorgfältig und wählen Sie definitiv ein Unternehmen oder Architekt, der sich auf den (Familien)hausbau spezialisiert hat.

Bauträger und Generalunternehmer in voller Verantwortung – Was sind die Unterschiede?

Wichtig ist an erster Stelle zu klären, ob Sie bereits im Besitz eines Grundstücks sind oder nicht. Ist dies der Fall liegt es auf der Hand einen Generalunternehmer oder Generalübernehmer mit der Bebauung des Grundstücks zu beauftragen. Ein Generalunternehmer stellt vertraglich geregelte komplette Leistungen, die beim Bau eines Hauses anfallen, an. Entweder bietet der Generalunternehmer alle baulichen Leistungen selbst an oder vermittelt diese an diverse Nachunternehmen.

Meistens errichten sie den Rohbau aus eigener Hand, überlasst dann aber Garage, Tiefbau, Keller, Putz, Haustechnik und Dacharbeiten anderen Unternehmen. Nicht zu verwechseln ist der Generalunternehmer mit dem –übernehmer. Dieser fungiert nur als Vermittler zwischen allen am Haus tätigen Unternehmen, erbringt jedoch selbst keine Bauleistung wie der Generalunternehmer. Bei beiden Unternehmenstypen ist es üblich, dass bei der Konzipierung Planungsbüros einbezogen werden. Beide Bauunternehmenstypen haften dem Bauherren gegenüber bei Baumängeln in vollem Maß. Sie als Bauherr besitzen vollen Besitz an Grundstück sowie Haus und treten damit in voller Verantwortung auch den Behörden gegenüber.

Im Gegensatz zu diesen beiden Bauunternehmensformen gibt es noch den Bauträger. Hier ist entscheidend, dass der Bauträger Besitzer des Grundstücks bleibt und der Bauherr lediglich Käufer des Hauses wird, aber kein eigentlicher Bauherr wie bei beiden vorherigen Formen. Der Bauträger tritt hier gegenüber Behörden als Bauherr auf und ist verpflichtet das Grundstück zu bebauen und zu verkaufen. Achten Sie bei Bauträgern darauf, dass der Vertrag notariell beurkundet sein muss.

Alle drei Formen bieten fertige, vorgegebene Häuser und Reihenhäuser (Massivhaus, Fertighaus) aus einem festgesetzten Angebot an. Vertreter der Firmen sollten stets einen umfassenden Katalog oder eine übersichtliche Webseite parat haben, damit Sie einen Überblick über das Hausangebot bekommen kann. Diese und weitere Informationen zu Bauträgern können sich Interessierte auf der Seite kaueferportal anschauen. Zum Beispiel kann man sich dort detailierte Informationen zum Bauunternehmen Viebrockhaus AG ansehen und so erste Eindrücke über Kompetenz und Leistung bekommen.

Der Spezialist – Der Architekt

Im Gegensatz zu den drei vorher genannten Bauunternehmensformen tritt der Architekt heutzutage eher als Spezialist auf, wenn der an ihn herantretende Bauherr kein Haus von der Stange wünscht, sondern ein Grundstück und Haus möchte, das individuell auf ihn zugeschnitten ist. Wenn Sie ein Fertig- oder Massivhaus wünschen, ist der Architekt oft nur Vermittler zwischen dem eigentlichen Bauträger und Ihnen. Zwar tritt der Architekt auch hier als Berater zwischen Nachunternehmen auf, jedoch muss sich der Bauherr oft selbst um deren Auftragsvergabe an Subunternehmen kümmern. In jedem Fall haftet der Architekt auch hier für etwaige Baumängel.

Die meisten Architekten werden Nachunternehmen vorschlagen, die auch Ihren Wünschen als Bauherren entsprechen und diese auch realisieren können. Schließlich ist die Hauptaufgabe des Architekten ein abgerundetes Team für den Hausbau zusammenzustellen. Die Kosten sollten vorab festgelegt werden, denn dann kann der Architekt hiervon später nicht abweichen und unliebsame Überraschungen bleiben aus. Der Architekt haftet, so lang es sich nicht um Extrawünsche seitens des Bauherren handelt, eigenverantwortlich bei Überziehung des festgesetzten Finanzrahmens.

Vergleichen Sie Angebote und Referenzen

Ein Text und bunter Hausprospekt ersetzt unter keinen Umständen ein vertraglich geregeltes Hausangebot. Das heißt viel mehr, dass Sie sich nicht beim Durchblättern von Prospekten versteifen dürfen. Ein korrektes Hausangebot muss durch einen Vertreter der Baufirma alle Kosten, Nachunternehmen und Versicherung klar aufzeigen, und zwar detailliert nach Baumaterial, Wohnfläche und Lohnanteil der Beteiligten. Fordern Sie so viele Informationen an wie nur möglich. Umso reibungsloser verläuft bei transparentem Vertragsverhältnis auch die Finanzierung durch Ihre Bank.

Neben der Erfahrung und Reputation des Unternehmens spielen auch Referenzen des Bauunternehmens eine große Rolle. Wurden bereits Häuser in der Umgebung, in der Sie Ihr Heim einmal gebaut haben möchten, errichtet, sollten Sie sich die bestehenden Häuser anschauen und der tatsächlichen Reputation des Unternehmens auf den Zahn fühlen. Wenn möglich fragen Sie Hauseigentümer nach der Erfahrung, die diese mit der Baufirma bereits gemacht haben. Gelang der Bau reibungslos? Wie lange dauerte es bis zum Einzug?

Wurde beim Bau gepfuscht? Wie sah es mit der Erreichbarkeit und Vertragstreue der Firma aus? All das sind Fragen, die vorher stellen sollten. Alternativ können Sie auch Immobilienportale im Internet bemühen. So gut wie jedes Unternehmen bekam von Bauherren Bewertungen nach denen Sie sich richten können.

Richtiges Verhandeln mit dem Baupartner und rechtliche Überprüfung

Haben Sie Ihr Wunschbauunternehmen und Fertighaus gefunden, sollten Sie stets selbstbewusst auftreten. Dem Bauunternehmen muss klar sein: Sie geben Ihr gutes Geld dafür, dass Sie ein mängelfreies, modernes Haus gebaut bekommen wollen.

Bereiten Sie sich gründlich auf die Vertragsverhandlungen vor, auch im Baugewerbe gibt es schwarze Schafe, die aus dem Unwissen angehender Bauherren versuchen Profit zu schlagen. Fordern Sie detaillierte Kostenauflistungen an, Materiallisten, Grundrisse, Liste der Subunternehmen und vergleichen Sie die Preiskalkulation mit anderen Unternehmen. Anschließend sei in jedem Fall geraten den Vertrag durch einen Anwalt Ihrer Wahl gründlich prüfen zu lassen. Unterschreiben Sie den Vertrag erst, wenn für Sie als Bauherr alle offenen Fragen geklärt sind und der Vertrag als rechtlich einwandfrei von Ihrem Anwalt abgesegnet wurde.