Wir gehen hier von folgender Situation aus: Eine nicht ganz kleine Familie, die aus vier bis fünf Personen besteht, also Vater, Mutter und drei Kinder unterschiedlichen Alters, möchte sich ein Auto anschaffen und denkt darüber nach, welche Art von Kraftfahrzeug in dieser Lebensphase wohl optimal wäre.

Ausreichende Größe

Für fünf Personen mit reichlich Gepäck auf Reisen sollte es schon ein größerer Kombi oder sogar ein Transporter sein. Manchmal sind es die Frauen, die vor Letzterem wegen seiner Ausmaße etwas Respekt vor dem Einparken haben. Schauen wir uns aber mal die Länge und Breite beispielsweise eines VW-Busses an, dann ist festzustellen, dass dieser nicht signifikant größer ist als beispielsweise ein großzügiger Kombi wie der Ford Mondeo. Außerdem sprechen für einen Transporter die übersichtliche Sitzhöhe und das bequemere Beladen. Wenn man sich einen Überblick auf mobile.de macht, kann man schnell feststellen, dass Transporter als auch geräumige Kombis sehr stark nachgefragt sind und zum Teil auch wertstabil und somit teuer sind.

VW Bus © pixabay.com / Unsplash
VW Bus © pixabay.com / Unsplash

 

Wichtig ist ein großer Kofferraum

Eine Limousine der Oberklasse hat einen beachtlich großen Kofferraum. Wenn aber die Kinder noch klein sind und der Kinderwagen mitgenommen werden muss, bleibt die Limousine schon im Filter hängen. Das gilt auch für die Wünsche der größeren Kinder, die gern ihre Surfbretter, Fahrräder und Ski mitnehmen möchten.Spätestens jetzt stoßen wir wieder auf die Notwendigkeit eines größeren Kombis. Beim Einladen schwerer Gegenstände, die durch die Heckklappe weiter nach vorne bis zur Rücksitzlehne verfrachtet werden sollen, als Beispiel diene hier mal ein Kasten Mineralwasser, bemerken wir schnell, wie sehr diese Tätigkeit den Rücken belastet. Auch der zusammengeklappte Kinderwagen weist ein ordentliches Gewicht auf.

Unter diesem Aspekt schneidet der Transporter wieder deutlich besser ab, weil durch einfachen Ausbau einer Sitzbank genug Raum zur Verfügung steht, um den Kinderwagen oder zwei Fahrräder direkt ins Fahrzeuginnere zu stellen.

 

Kofferraum © pixarbay.com / Unsplash
Kofferraum © pixarbay.com / Unsplash

Etwas Leistung muss sein

Eine mit fünf Personen und viel Gepäck voll beladene „Familienkutsche“ braucht schon etwas „Dampf unter der Haube“, wenn es gilt, am Berg einen Lkw zu überholen. Wir sollten dabei auch bedenken, dass die heutige Angabe „80 PS“ nur wenig zu tun hat mit einem 80-PS-Auto der 1980er Jahre.

Wegen der umfangreichen elektronischen Steuerungen und der vorgeschriebenen Katalysatortechnik kommt bei modernen Fahrzeugen von den 80 PS nur noch die Hälfte wirklich auf der Straße an. Daher sollte ein gutes Familienauto heute eine Leistung von wenigstens 120 PS beziehungsweise 90 Kilowatt aufweisen. Transporter mit dieser Motorstärke sind heute gang und gäbe.

Ist alles eine Frage des Kraftstoffs?

Nein, die erforderliche Motorleistung wird sowohl mit Benzin als auch mit Diesel oder Autogas erreicht. Dieselmotoren erzeugen ein relativ hohes Drehmoment und können daher auch bei Last (Steigung) bei geringer Drehzahl betrieben werden. Das spart viel Kraftstoff ein und macht die Motoren langlebiger. Allerdings wird die Diskussion nicht aufhören, Dieselfahrzeuge wegen des höheren Feinstaubausstoßes in Innenstädten zu verbieten. Was heute noch nicht ist, kann aber schon morgen gesetzliche Realität sein. Beim Autogas gibt es Regionen, wo die Infrastruktur der Versorgung etwas ausgedünnt ist. Das kann auf Reisen sogar gravierend sein, allerdings gibt es auch Länder, wo das Betanken mit Autogas einfacher ist als in Deutschland.

 

kraftstoffanzeige © libreshot.com / Martin Vorel
kraftstoffanzeige © libreshot.com / Martin Vorel

 

Innenausstattung

Bei der (technischen) Innenausstattung hat jeder mehr oder weniger hohe Ansprüche. Manche legen Wert auf eine Sitzheizung, der andere braucht unbedingt ein Schiebedach, und wieder ein anderer legt gar keinen Wert auf ein Navigationsgerät. Hier weiß jeder, was ihm wichtig ist.

Aber eines kann ein bisschen fatal sein, wenn man kleine Kinder hat: Das ist die möglicherweise schnelle „Verdreckung“ der schönen hellen Polster, wenn mehrere kleine Kinder Schokolade, Eis und Würstchen mit Senf im Auto vertilgen. Das heißt aber nicht, dass ein Auto mit hellen Sitzen auf keinen Fall infrage kommt. Wir empfehlen in diesem Fall, gleich von Anfang an Schonbezüge zu verwenden.

Brauchen wir wirklich so ein großes Auto?

Diese berechtigte Frage kann man sich gar nicht oft genug stellen. Wer in einer Großstadt wohnt (und arbeitet) kennt das leidige Problem um den mangelnden Parkraum. Mit einem großen Fahrzeug ist man diesbezüglich besonders „gebeutelt“. Zwar haben viele Autobesitzer schon eine Tiefgarage oder Ähnliches für viel Geld gemietet, aber das angesteuerte Ziel in einer großen Stadt stellt den Autofahrer immer wieder vor dieses fast unlösbare Problem.

Viele haben sich so eingerichtet, dass der tägliche Weg zur Arbeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Fahrrad erledigt werden kann. Da bleibt ein Auto schon mal fünf oder sechs Tage in der Garage stehen, um am Sonntag mal für einen Ausflug benutzt zu werden.

In dieser oder vergleichbarer Situation greifen heute viele Menschen zu einem der zahlreichen Carsharing Angeboten. Zwar ist, wie einem gemieteten Fahrzeug, jede einzelne Fahrt etwas teurer als eine vergleichbare Tour mit dem privaten Kfz, aber in der Jahressumme ist Carsharing für alle Beteiligten finanziell vorteilhafter. Hinzu kommt, dass man den Transporter dann nimmt, wenn man ihn wirklich braucht, ansonsten geht’s vielleicht auch mal mit einem Fiat 500.