Einfache weiße Wände sorgen nicht gerade für das erhoffte Schöner-Wohnen-Gefühl, welches wir uns alle so sehr wünschen. Doch was kann man dagegen tun? Bilder aufhängen kann jeder, doch sehen diese oft wuchtig und überladen aus. Zudem darf man die hohen Kosten für schöne Gemälde nicht außer Acht lassen. Ein farbiger Anstrich mit außergewöhnlichen Akzenten klingt toll, gelingt aber meistens nicht so, wie man es sich vorstellt.

 kommt zu unerwünschten Farbergebnissen und verpatzten Mustern. Will man dann auch noch einen schönen Spruch auf die Wand setzen, dann kämpft man mit verronnener Farbe oder schrägen Buchstaben. Was kann man also tun? Die beste Lösung sind Wandtattoos! Diese gibt es in unterschiedlichen Formen, Farben und Designs. Sie können auf verschiedenen Untergründen angebracht, aber auch wieder entfernt werden und sorgen für eine moderne und einfache Verschönerung der eigenen vier Wände. Natürlich kann man sie jedoch auch auf Türen, Spiegeln oder Fenstern anbringen, um dem Zuhause noch mehr besondere Akzente zu geben.

Wie werden Wandtattoos angebracht?

© lifestyle-decor.de / wikipedia
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Nach der Auswahl des richtigen Motivs ist die Wahl der perfekten Stelle an der Wand entscheidend. Das Wandtattoo soll natürlich ideal positioniert werden, deshalb lohnt es sich vorher eine Test-Beklebung durchzuführen. Diese Vorgehensweise macht vor allem bei der geplanten Anbringung von Sprüchen oder Texten Sinn, damit nichts schief geht. Dafür benötigt man eine Wasserwaage und ganz einfache Krepp-Klebestreifen. Das Wandtattoo wird, ohne die Trägerfolie zu entfernen, auf die zu beklebende Stelle und die Wasserwaage darüber gelegt. Wenn die Ausrichtung stimmt, werden einfach zwei Klebestreifen über den oberen Ecken des Wandtattoos angebracht, um diese Stelle zu markieren. Dabei ist es wichtig sich an der transparenten Folie zu orientieren, da diese den wahren Rand des Wandtattoos darstellt.

Sobald die richtige Stelle gefunden wurde, kann mit der Entfernung des Trägerpapiers begonnen werden. Dafür einfach das Wandtattoo auf einen geraden und stabilen Untergrund legen und mithilfe einer Andrückhilfe (Rakel) mehrfach fest über die Vorderseite streichen. Falls keine Rakel dabei ist und der Untergrund glatt ist, kann auch etwas Vergleichbares – wie eine EC-Karte – verwendet werden. Sollten beim Transport Knicke oder Blasen entstanden sein, verschwinden diese jedoch spätestens beim Ausstreichen.

Danach kann das Wandtattoo langsam und bestenfalls in einem flachen Winkel vom Trägerpapier abgezogen werden. Anschließend orientiert man sich an den Kreppband-Markierungen und streicht das Wandtattoo mit der Rakel von oben nach unten fest an die Wand. Es ist wichtig dies an den Ecken, bei kleineren Motiven und bei i-Punkten besonders sorgfältig zu tun. Falls sich kleiner Luftblasen bilden, werden diese einfach vorsichtig von der Mitte nach außen herausgestrichen. Sollte sich auf dem Wandtattoo auch noch eine durchsichtige Transferfolie befinden, kann diese nun problemlos abgezogen, abschließend die Krepp-Markierungen entfernt und das fertige Werk betrachtet werden.

Bei unebenen Oberflächen, wie Raufaser, Strukturtapete, Fliesen oder Holz, ist eine kurze Nachbearbeitung ratsam, damit sich das Wandtattoo an die jeweilige Struktur anpasst. Dafür einfach einen Föhn mit schwachem Luftdruck und sanfter Wärme auf das Motiv richten und mit einem weichen Tuch leichten Druck ausüben. Die Folie des Wandtattoos wird dadurch weich und schmiegt sich, selbst bei unregelmäßigen Untergründen, an.

Kann man Wandtattoos wieder entfernen?

WandtattoosSelbstverständlich ist die Entfernung von Wandtattoos kein Problem. Dafür benötigt man einfach nur eine Nagelschere, eine Pinzette oder ein Teppichmesser. Das Werkzeug wird sanft unter die Folie geschoben und vorsichtig abgelöst. Anschließend kann das Wandtattoo samt Kleber langsam und rückstandslos abgezogen werden. [highlight color=“yellow“]Der Untergrund ist dabei entscheidend, denn bei schwierigen Flächen (alter Putz oder Tapete) ist es sinnvoll einen Föhn zu verwenden, um den Kleber durch die Wärme leichter zu lösen[/highlight]. Dies gilt auch für Fliesen, Glas- und Metallflächen, da Wandtattoos an diese Stellen extrem gut haften.

Die Entfernung ist im Normalfall eine endgültige Entscheidung, da Wandtattoos anschließend schwer wiederverwendet werden können. Sie verlieren an Form, Klebekraft oder reißen ein, daher sollte man es sich vorher gut überlegen.