Für die unterschiedlichen Arbeiten auf einer Baustelle werden verschiedene Betonarten verwendet. Diese werden anhand diverser Eigenschaften in unterschiedliche Klassen eingeteilt. In früheren Zeiten wurde für diese Zwecke die DIN 1045 als Richtlinie genommen. In dieser wurde der Beton als B10, B15 oder auch B25 bezeichnet. Heute wird Beton für unterschiedliche Verwendungszwecke genutzt. Im Folgenden werden die gängigsten Arten und die möglichen Zwecke aufgelistet.

Steifer Beton

Steifer Beton ist lose und hängt zumeist klumpig zusammen. Er ist zudem nur etwas nasser als erdfeucht. Um diese Betonart zu verdichten, ist ein starkes Stampfen und auch Rütteln notwendig. Nur so wird es möglich, ein geschlossenes Gefüge zu erhalten. Steifer Beton wird vor allem dafür verwendet, um diverse Untergründe zu befestigen, bevor Platten verlegt werden. Er ist jedoch nicht dafür geeignet, um Bauteile mit Bewehrung zu verarbeiten.

Plastischer Beton

Plastischer Beton hängt beim Schütten bereits zusammen und kann ebenfalls durch Rütteln verdichtet werden. Er wird verwendet, um als typischer Beton zum Verguss zu fungieren und eignet sich auch für Bauteile mit Bewehrung.

Weicher Beton

Beim Schütten ist diese Mischung leicht fließend. Um ein geschlossenes Gefüge zu erhalten, muss jedoch nur relativ gering verdichtet werden. Vor allem bei dem Gießen von kompliziert geformten Bauteilen kommt der weiche Beton zum Einsatz, die Verwendung bei Bewehrung ist ebenfalls möglich.

Die Zubereitung hat großen Einfluss auf die spätere Qualität

Die Zubereitung, der verwendete Zementtyp und auch das Mischungsverhältnis der einzelnen Bestandteile haben einen großen Einfluss auf die spätere Qualität des Betons. Dieses Verhältnis ist in der DIN 1045 nicht wirklich geregelt. Der für diverse Heimwerkerarbeiten genutzte Beton besteht zumeist aus dem Zement Z 350 bei einer Zuschlags-Korngröße von höchstens 16 Millimetern. Wird er als plastischer Beton gefertigt, besteht er aus ungefähr 14 % Zement, 6 % Wasser und 80 % Zuschlägen. Wenn zu große Abweichungen vorhanden sind, wird die Qualität auf negative Weise beeinflusst.

Stahlbeton

Stahlbeton besteht aus Stahlstäben und auch Stahlmatten, welche in den Beton eingebettet werden. Dieser Vorgang wird als Armierung bezeichnet, wodurch eine deutlich höhere Zug- und auch Biegefestigkeit erreicht werden kann. Die Einbettung selbst wird anhand speziell berechneter Armierungsplänen durchgeführt. Somit muss sich der Heimwerker vor dem eigentlichen Betonieren bei einem Statiker oder wahlweise auch Architekten informieren.

Betonstahl

Betonstahl wird zur Bewehrung verwendet und ist in Bst 500S (für Rundstäbe) und Bst 500M (für Matten) genormt. Die Matten können eine quadratische oder auch rechteckige Form aufweisen. Bei der Lagerung entsteht häufig an der Oberfläche etwas Rost, welcher sich jedoch nicht negativ auf die Qualität des Betonstahls auswirkt. Er muss jedoch später so eingebettet werden, dass keine Feuchtigkeit an ihn gelangen kann. Aus diesem Grund sollte er mit einer Schicht von mindestens 2,5 cm Beton abgedeckt werden.

Bei der Bestellung von Beton sollte auf jeden Fall auch die spätere geplante Verwendung angegeben werden. So kann der Fachhändler auch Empfehlungen geben und zusammen das ideale Material gefunden werden. Die einzelnen Preise sollten bei dem Anbieter erfragt werden.