An die Wartungsarbeiten, die in regelmäßigen Abständen am Wohnhaus durchgeführt werden sollten, denken die meisten Hausbesitzer automatisch. Darunter fällt zum Beispiel auch die Säuberung und Reinigung der Regenrinnen. Beim Gartenhaus sieht dies oft ein wenig anders aus und diese Arbeit wird gern vernachlässigt, obwohl sie mindestens einmal pro Jahr erfolgen sollte.

Denn das Wasser, das sich durch den Niederschlag hier sammelt und nicht geregelt nach unten fließen kann, kann Schäden an der Hausfassade oder auch an dem Fundament verursachen. Aus den gleichen Gründen sollten Gartenhausbesitzer, die noch keine Regenrinne an ihrem Häuschen angebracht haben, sich auch überlegen, dies noch nachzuholen. Eine gute Anleitung für die Montage einer Dachrinne am Gartenhaus findet man beispielsweise hier). Wie die Reinigung der Dachrinnen ideal durchgeführt wird und was getan werden kann, wenn diese schon Schäden aufweisen, wird nun genauer erläutert.

Wann sollte die Regenrinne gereinigt werden?

Wie schon erwähnt, sollte die Reinigung der Dachrinnen mindestens einmal pro Jahr erfolgen. Der beste Zeitpunkt hierfür ist der Spätherbst, da zu diesem Zeitpunkt schon die meisten Blätter gefallen sind. Um den Zeitpunkt nicht zu verpassen, sollte im Kalender vermerkt werden, wann es wieder so weit ist. Wenn sich die Blätter in der Rinne sammeln, kann diese schnell verstopfen.

Dachrinne © wandersmann / pixelio.de
Dachrinne © wandersmann / pixelio.de

Kommt es nun zu Niederschlag, kann dieser nicht mehr abfließen und es kann passieren, dass die Rinne überläuft. Auch wenn sie teilweise mit sehr viel Aufwand verbunden ist, die Reinigung der Regenrinne ist sehr wichtig, um Folgeschäden an Fassade, Fundament und Co. zu verhindern. Wenn zu lange gewartet wird und der Winter gekommen ist, kann es außerdem sein, dass gestautes Niederschlagswasser gefriert und die Regenrinne hierdurch Schäden erleidet und undicht wird.

Die Regenrinne richtig reinigen

Vor der Reinigung sollte sichergestellt werden, dass alle notwendigen Hilfsmittel vorhanden sind. Zunächst sollten grifffeste Arbeitshandschuhe getragen werden, um fest zugreifen zu können.
Wichtig ist auch, dass eine weitere Person die Leiter unten stabilisiert, um ein Verrutschen oder Umkippen zu verhindern. An Stellen, die nicht mit der Hand nicht erreicht werden können, kann eine sogenannte Teleskopstange Abhilfe schaffen. Diese kann in vielen Baumärkten erworben werden. Um diverse Verschmutzungen aus der Regenrinne zu entfernen, kann es zudem helfen, eine Getränkeflasche aus Plastik durchzuschneiden und mit ihr dir Rinne zu reinigen. So werden nicht nur feste Teile entfernt, sondern auch eventuell vorhandenes Niederschlagswasser.

Bereits bei der Montage muss darauf geachtet werden, dass die Regenrinne das richtige Gefälle aufweist, damit zum Einen das Regenwasser gut ablaufen kann und sich bei zu geringem Gefälle nicht staut und zum Anderen das Regenwasser nicht über das Fallrohr hinweg läuft, wenn das Gefälle zu stark sein sollte. Neben dem Gefälle sollte aber bei der Montage ggf. auch über ein Sieb im Fallrohr nachgedacht werden, damit kein Dreck, Laub oder kleinere Äste das Fallrohr verstopfen können.

Wenn die Dachrinne jedoch defekt ist und tropft, kann das Wasser entweichen und der Schutz ist nicht mehr vorhanden, deshalb ist es wichtig, möglichst schnell zu handeln. Zunächst gilt es herauszufinden, wo es tropft, denn dies kann unterschiedliche Ursachen haben. Häufig kommt es vor, dass das Dachentwässerungssystem alt und so durch den Einfluss verschiedener Witterungen nicht mehr dicht ist. Hierbei ist entscheidend, welche Materialien verwendet wurden und welche Qualität diese aufweisen. Auch diverse Fehler bei der Montage eines Entwässerungssystems können für das Tropfen verantwortlich sein.

Die tropfende Regenrinne reparieren und abdichten

Ist der Fehler gefunden, gilt es die undichten Stellen der Regenrinne abzudichten. Hierfür kommen unterschiedlichste Materialien zum Einsatz, die jedoch zumeist nicht witterungsbeständig sind. Deshalb sollte gut überlegt werden, ob es ausreicht, die jeweilige Stelle provisorisch zu reparieren und zu flicken oder ob es auf lange Sicht sinnvoller ist, Teile auszutauschen. Gerade bei Regenrinnen, die aus Edelstahl gefertigt wurden, wird davon abgeraten, Löcher selbst zu löten, da dies zumeist nicht erfolgreich verläuft bzw. dann eher von einem Fachmann gemacht werden sollte.

Allgemein kann gesagt werden, dass kleine Beschädigungen an Dachrinnen mit etwas Silikon repariert werden können.
Es gilt jedoch darauf zu achten, dass dieses keine Lösungsmittel enthält. Um das Silikon aufzubringen, kann eine hierfür geeignete Spritze im Baumarkt erworben werden.

Auch Dichtungsmassen (Link) können helfen, undichte Stellen zu reparieren. Wichtig ist jedoch, dass diese nur bei trockenen Wetterbedingungen angebracht werden. Sind größere Beschädigungen vorhanden, reichen Silikon und Co. jedoch nicht mehr aus. Im Baumarkt werden für diese Zwecke Dichtungsbänder angeboten, welche aus Silikon bestehen und zudem von Bitumen umhüllt sind.

Die Abdichtung der Regenrinne in Eigenregie ist immer mit einem gewissen Risiko verbunden, vor allem dann, wenn dies von einem Laien erledigt wird. Denn hierbei sollte größte Sorgfalt an oberster Stelle stehen, um langfristig eine stabile und dichte Regenrinne zu haben. Aus diesem Grund sollte bei großen Beschädigungen überlegt werden, ob ein Experte beauftragt werden sollte, der das Problem professionell behebt.