Natursteinplatten sind ein beliebter Bodenbelag, denn sie sind unempfindlich, pflegeleicht und können problemlos sauber gehalten werden. Sie bestechen durch ihre Formenvielfalt und eine natürliche Farbgebung. Natursteinplatten werden auch Polygonalplatten genannt und man erkennt sie an ihren gebrochenen, unregelmäßigen Kanten und einer natürlichen Oberfläche.

Terasse

Da sie meist auch eine unterschiedliche Höhe habe, müssen die Steine einzeln ausgewählt und mit der Wasserwaage angepasst werden. Diese sorgfältige Arbeit lohnt sich, denn die Terrasse wird dadurch sehr langlebig und macht durch ihre interessante Optik viel Freude. Glücklicherweise können die Platten genauso einfach verlegt werden wie herkömmliche Fliesen. Durch die folgende Anleitung gelingt es auch Anfängern, die Natursteinplatten erfolgreich zu verlegen.

1. Arbeitsschritt – Untergrund für die Terassenplatten prüfen und vorbereiten

Die Fläche, auf die die Natursteinplatten verlegt werden, sollte ein Gefälle von 2 % haben, damit Regen und Wasser abfließen kann und keine Staunässe entsteht.

Der Untergrund muss vorher gründlich abgebürstet werden und sauber sein. Ebenso sollten die Platten vor der Verarbeitung gereinigt werden.
Um ein harmonisches Bild zu erhalten, ist es sinnvoll die Steine vorher trocken auszulegen um sie dann einzeln mit einem beschrifteten Klebeband zu kennzeichnen. Am Schönsten wird das Verlegebild, wenn große und kleine Platten gemischt angeordnet werden. Danach kann man ein Foto machen mit dessen Hilfe die Platten später planmäßig verlegt werden können.

Ein stark saugender Untergrund muss vor dem Verlegen mit Tiefengrund behandelt werden. Ansonsten kann man die Fläche mit Haftgrund grundieren. Um zu vermeiden, dass beim nächsten Frost durch eingedrungenes Wasser Schäden entstehen, wird der Untergrund imprägniert. Hierfür muss die Fläche erst grundiert und dann zweimal mit einer Abdichtung gestrichen werden. So werden auch kleine Risse abgedichtet. Aus dem gleichen Grund wird an den Bereichen, wo Mauern und Wände an den Untergrund schließen, ein Dichtband mit eingearbeitet.

2. Arbeitsschritt – Mörtel verarbeiten

Natursteinverlegemörtel muss eine feste Konsistenz haben, damit nebeneinander liegende Platten nicht aufgeschwemmt werden. Da der Mörtel innerhalb von 2 bis 3 Stunden bindet, darf die angelegte Mörtelfläche nur so groß sein, wie man sie in der zur Verfügung stehenden Zeit auch belegen kann.

Der Mörtel sollte ca. 4 cm dick aufgetragen werden. Um die Mörtelschicht gleichmäßig aufzubringen, werden zwei 4 cm dicke Holzleisten auf die Fläche gelegt und die Mörtelschicht dazwischen mit einem Abziehbrett oder einer Setzlatte abgezogen. Zum Verlegen der Platten werden die Holzleisten entfernt. Idealerweise beginnt man an der Hausmauer mit der Verlegearbeit.

3. Arbeitsschritt – Naturstein verlegen

Jeder Naturstein wird vor dem Verlegen mit einer ca, 1,5 bis 2 cm dicken Mörtelschicht eingestrichen und in nasse Mörtelfläche eingepass. Die Fugen zwischen den Steinen sollten nicht breiter als 2 cm werden und möglichst einheitlich sein. Ist das aufgrund der Form des Steines nicht möglich, kann man die betreffenden Steine mit dem Trennschleifer zurechtschneiden. Dann wird ein Stein nach dem anderen verlegt.

Mit einem [highlight color=“yellow“]Gummihammer werden die Platten vorsichtig in das Mörtelbett eingepasst[/highlight]. Um eine gleichmäßige Oberfläche zu erhalten, wird mit einer Wasserwaage die Höhe kontrolliert. Falls nötig, können dann einzelne Steine tiefer eingeklopft werden. Dabei sollte auch auf das Gefälle der Fläche von 2 % geachtet werden. Sauberes Arbeiten erspart einem später viel Mühe, deshalb sollte überschüssiger Mörtel sofort entfernt werden.

Sind alle Steine zufriedenstellend verlegt, wird der Belag mit einem Besen abgefegt und die Steine mit Wasser und einem Schwamm gereinigt. Auch die Fugen müssen von Mörtel frei sein. Dazu werden alle Fugen mit einer Fugenkelle ca. 2 cm tief, idealerweise schon während des Verlegens, ausgekratzt.

4. Arbeitsschritt – das Verfugen

Wenn alle Platten verlegt sind und der Mörtel durchgetrocknet ist, kann mit dem Verfugen begonnen werden. Der spezielle Fugenmörtel wird so angemischt, dass er direkt in die Fugen gegossen werden kann. Auch hierbei hilft sorgfältiges Arbeiten, um eine nachträgliche Reinigung der Fläche zu erleichtern. Hierbei wird mit einem feuchten Schwamm und klarem Wasser das überschüssige Fugenmaterial entfernt, ohne jedoch die Fugen wieder auszuwaschen. An den Wandanschlüssen müssen die Fugen mit elastischem Natursteinsilikon verfugt und geglättet werden. Schon nach einem Tag ist die Terrasse mit dem neuen Natursteinbelag begehbar.