Holz- und Blockhäuser liegen im Trend, denn in Zeiten, in denen der Mensch immer umweltbewusster zu denken beginnt, gewinnt gerade Holz, als nachwachsender Rohstoff, zunehmend an Bedeutung. Die Entscheidung ein Holzhaus zu bauen, vereint den Wunsch nach einem Wohnambiente zum Wohlfühlen, mit dem Gedanken an Nachhaltigkeit.

Doch Holzhaus ist nicht gleich Holzhaus. Man unterscheidet zwischen einem Holzrahmenhaus und einem Massivholz- oder Blockhaus.

Holzhaus

  • Das Holzrahmenhaus entspricht der Bauweise, wie man sie vom traditionellen Fachwerk kennt. Senkrechte und waagerechte Holzbalken gehen hier eine Verbindung mit anderen Baumateriealien ein.
  • Beim Massivholzhaus werden Wände und Decken aus Balken oder Brettern erstellt. Blockhäuser werden aus Blockbohlen erbaut, welche aus Rundstammbohlen, Vierkanthölzern oder Einzellamellen, die mit einander verleimt sind, bestehen. Die Wände werden einschalig oder als Doppelblockwand erstellt. Bei der Doppelblockwand befindet sich zwischen zwei Blockwänden eine zusätzliche Dämmschicht aus Zellulose, Holzfaser oder Liapor. Als Alternative bietet sich als Dämmstoff auch Schafwolle an.

Auch für Holzhäuser gibt es zunehmend Fertigbausysteme, bei denen vorgefertigte Bauteile, nur noch zusammengesteckt werden müssen, sie verringern die Bauzeit und somit auch die Kosten.

Für den Holzhausbau am besten geeignet sind Holzarten, die langsam wachsen, z. B. aus Skandinavien. Diese haben sehr eng beieinander liegende Jahresringe, was sie robust und sehr widerstandsfähig macht.

Ob es sich um ein Rund- oder Kantholz handelt, ist für die Lebensdauer nicht auschlaggebend, wichtig ist die Ausführung. Leimholzbalken sind zwar stabil, können nach einigen Jahrzehnten aber Risse bekommen, Kernholz ist dagegen dauerhaft stabil.

 

modernes Holzhaus © http://librestock.com/
modernes Holzhaus © http://librestock.com/

 

Regelmäßiges Imprägnieren schütz Holzhäuser vor Blaupilz und macht es langlebiger

Holz besitzt die Eigenschaft nach einiger Zeit grau zu werden. Das liegt am Bläuepilz, der im Holz sitzt und mit der Zeit austritt. Steht das Holzhaus in kälteren Regionen, z. B. in Skandinavien, so führt das Austreten des Pilzes zu einer natürlichen Versiegelung des Holzes.

In wärmeren Regionen besteht dagegen die Gefahr, dass das Holz über die Jahrzehnte morsch wird. Um das zu verhindern, sollte es erst imprägniert und dann gestrichen werden.

Die Imprägnierung nennt sich Bläueschutz und sollte sofort nach dem Bau erfolgen. Anschließend folgt die Lasur, für die es eine große Auswahl an unterschiedlichen Farben gibt. Diese Lasur muss ca. alle 3 – 4 Jahre aufgefrischt werden, für die Imprägnierung ist das nicht nötig.

Eigenschaften von Holzhäusern: Energieeinsparung und angenehmes Wohnklima

Ein Holzhaus trägt vielfach auch zur Energieeinsparung bei. Da der Mensch Holz im Allgemeinen wärmer als Stein empfindet, ist die Raumtemperatur in einem Holzhaus im Schnitt 2° niedriger, als in Steinhäusern, dies spart, z. B. Heizkosten. Zudem speichert Holz Wärme länger als Stein. Wer nun denkt, dass dies die Raumtemperatur im Sommer erhöht, irrt, auch wenn es draußen heiß ist, bleibt es im Inneren des Hauses angenehm kühl.

Da auch Holzhäuser den Vorgaben der Energiesparverordnung (EnEV) entsprechen müssen, sollte das beim Bau mit eingeplant werden. Mit einer Vorsatzschale, an der Innen- oder Außenwand, lässt sich das meist gut realisieren.

Holzhäuser überzeugen vor allem durch ihr angenehmes Wohnklima. Da Holz die Luftfeuchtigkeit selbstständig reguliert, ist es in einem Holzhaus nie zu trocken oder zu feucht. Denn das Holz nimmt die überschüssige Feuchtigkeit auf und gibt sie in trockenen Zeiten wieder ab.

Auch Allergiker profitieren vom guten Raumklima in Holzhäusern, weil vom schadstoffarmen Holz keine Reizstoffe ausgehen, die Allergiker einatmen könnten. Durch die gute Feuchtigkeitsregulation wird zudem die Bildung von Schimmelpilzen verhindert.

Preise für Holzhäuser

Der Preis für ein Holzhaus wird in der Regel durch die Größe und die gewählte Errichtungsart bestimmt und lässt sich deshalb nicht pauschal nennen. Als Richtlinie gilt aber, dass ein einfaches Holzausbauhaus schon ab 60 000 Euro zu bekommen ist, das komplette Fertighaus bei ca. 120 000 Euro liegt und für ein Luxusholzhaus auch 600 000 Euro möglich sind.

Früher lagen die Preise, für Holzhäuser in Fertigbauweise, deutlich unter denen der Häuser aus Stein. Da bei gemauerten Häusern zunehmend auch mit vorgefertigten Elementen und großen Steinen gearbeitet wird, haben die Preise sich mittlerweile angeglichen.

Auch wenn es preislich keine großen Unterschiede mehr zwischen Holz- und Steinhäusern gibt, sind Holz- und Blockhäuser, durch ihre wohlige Wohnatmosphäre, die starke Verbindung mit der Natur und die zahlreichen ökologischen Möglichkeiten, in keiner Weise mit den klassischen Steinhäusern zu vergleichen.