Wir erinnern uns wohl alle daran: Jung und kinderlos gingen wir in das Restaurant unserer Wahl, genossen das Essen und luden unsere Freundin ein. Heute sieht die Welt anders aus: Der Kleine, überdreht wie noch nie zuvor, sitzt ebenfalls am Tisch und sorgt dafür, dass uns 50 Prozent der Gäste anstarren. Mit ein paar Tipps und Tricks können wir den Restaurantbesuch aber noch immer genießen.

Auf der Suche nach dem passenden Restaurant

Es muss ja nicht der Nobel-Italiener am Ende der Straße sein. Es gibt genügend Restaurants, in denen Eltern mit Kindern gerne gesehen werden. Woran die Eltern erkennen, dass das Restaurant auch Kinder mag? Es werden Wickeltische und Kinderstühle zur Verfügung gestellt. Mitunter gibt es sogar eine eigene Spielecke oder auch einen eigenen Bereich für die Kids.

Eine Kinderspeisekarte, sodass nicht nur Pommes und Hühnerschnitzel bestellt werden müssen, garantiert zudem für Abwechslung. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind eine besondere Speise und auch ein außergewöhnliches Getränk bekommt. Machen Sie dem Kind klar, dass ein Restaurantbesuch nicht alltäglich ist – Restaurantbesuche müssen außergewöhnlich sein. Das Kind wird es also schätzen, wenn Sie mit ihm in das Restaurant gehen.

Denken Sie nicht ständig an die anderen Gäste

Natürlich gibt es Situationen, die wir uns gerne erspart hätten. Schon wieder hat der Nachwuchs seine Kartoffel auf den Boden geworfen, abermals wurde das Glas umgeschüttet und auf der Tischdecke kleben überall Spaghetti.

Erste Regel: Spaghetti sind, bis zu einem gewissen Alter, nicht empfehlenswert.

Problematisch wird es, wenn das Kind auch noch Lärm macht. Wobei Lärm immer subjektiv ist. Gut, wenn Ihr Nachwuchs derart laut schreit, dass schon vor dem Lokal die ersten Gäste umdrehen, weil sie Angst vor einer im Gasthaus befindlichen Kindergartengruppe haben, mag das peinlich sein. Jedoch ist es normal, wenn Kinder etwas lauter werden oder auch eine Kartoffel fallen lassen.

Die Blicke der anderen Gäste bohren sich in Ihren Rücken? Starren Sie doch einfach einmal zurück. Sie müssen sich nicht für Ihr Kind generieren, nur weil es eben hin und wieder tollpatschig ist. Haben Sie zudem ein kinderfreundliches Restaurant gewählt, werden Sie wohl nicht angestarrt werden – die Eltern, die ebenfalls mit ihren Kids im Restaurant sitzen, sind ebenfalls mit fallenden Kartoffeln und umgeschütteten Gläsern beschäftigt.

Tipp: Wenn es gar nicht funktioniert, dann verlangen Sie die Rechnung und probieren Sie es später wieder – auch Kinder haben, wie etwa Erwachsene, schlechte Tage. Deshalb müssen sie ja nicht zwangsläufig auf gutes Essen verzichten, sollten sie merken, dass ihr Kind noch zu klein ist, bestellen sie sich das Essen einfach nach hause und üben sie am heimischen Tisch mit ihrem Kind – spielen sie Essen gehen.

Können Sie Ihr Kind vorbereiten?

Wer geht schon spontan in das nächste Restaurant und bestellt sich das Mittagessen? Eltern machen das nicht (mehr). Somit kann das Kind auch auf den Restaurantbesuch vorbereitet werden. Wichtig ist, dass der Nachwuchs einerseits nicht zu hungrig, andererseits auch nicht zu müde oder bereits vollgegessen ist.

Kinder sind ungeduldig – bestellen Sie daher zuerst das Essen für den Nachwuchs. Kinderfreundliche Restaurants wissen, dass die Speisen für die Kleinen schneller zubereitet werden müssen – hat das Kind endlich den Teller bekommen, so ist es beschäftigt und wird sich auch dementsprechend benehmen (Ausnahme: fallende Kartoffeln). Achten Sie darauf, dass dem Kind nicht langweilig wird. Unterhalten Sie sich mit dem Nachwuchs, nehmen Sie ein Malbuch oder Spielkarten mit.

Weitere Tipps und Tricks

Ein kinderfreundliches Restaurant aussuchen und einen Tisch mit Hochstuhl reservieren
Nach dem Bestellen können Sie mit dem Kind eine Erkundungstour durch das Restaurant machen
Lassen Sie das Kind selbständig essen (sofern möglich) Sie sollten Ihr Kind nicht unbeaufsichtigt eine Restauranttour machen lassen. Hat sich der Nachwuchs gut benommen? Belohnen Sie das Kind mit einem Dessert!

Freuen Sie sich auf den nächsten Restaurantbesuch

In vielen Fällen werfen die Eltern ihre Nerven weg, wenn der Nachwuchs ein Glas umstößt, Essenreste auf den Boden fallen lässt oder mitunter laut wird. Bleiben Sie ruhig und erklären Sie Ihrem Kind, dass gutes Benehmen – auch im Restaurant – wichtig ist. Hat Ihr Kind erkannt, dass Restaurantbesuche nicht selbstverständlich sind und winkt am Ende zudem noch ein Dessert, wird der Restaurantbesuch definitiv nicht zur Qual.