Vermehren sich Dinge heimlich? Nein, das tun sie nicht, auch wenn es uns manchmal so vorkommt. Im vergangenen Jahr war das gekaufte Regal noch halb leer, jetzt quillt es über. Schubladen klemmen wegen Überfüllung, im Kleiderschrank ist absolut kein Platz mehr und die Garage gleicht dem örtlichen Recyclinghof. Jetzt wird es Zeit, über eine planmäßige Entrümpelungnachzudenken. Man möchte wieder die Übersicht gewinnen, Platz schaffen und somit ein schöneres Zuhause haben.

Planvoll vorgehen

Nach dem Lustprinzip vorzugehen klappt so gut wie nie. Deshalb ist es sinnvoll, sich einen konkreten Plan zu erstellen. Am besten man geht Zimmer für Zimmer vor und beginnt dort mit den Schränken.

Ein kritischer Bereich ist oft die Küche, hier lohnt es sich schon aus hygienischen Gründen einen Blick auf die Vorräte zu werfen. Wahrscheinlich ist vieles, was in der Wohnung störte und keinen Gebrauchswert hat, in den Keller gewandert. Dort erwartet uns dann oft die Kammer des Schreckens, weil wir viel zu lange alles gelagert haben, ohne uns weiter darum zu kümmern. Ähnlich kann es mit der Garage aussehen, in der das Auto kaum noch oder gar nicht mehr Platz findet. Am Anfang steht die gründliche Bestandsaufnahme mit einer Liste, die man nach Erledigung abhaken kann.

Autogarage
Autogarage

Zeiten festlegen

Die Gefahr, sich am Anfang zu viel vorzunehmen, ist groß. Ihr kann man mit einem festen Zeitplan begegnen. In dieser Zeit kann man eine Menge schaffen, wenn die Aktion gut vorbereitet ist und man keine Störungen durch Besucher oder Telefonate zulässt. Schränke und Kommoden werden komplett geleert, hilfreich ist die Drei-Stapel-Methode.

  • Ein Stapel mit Dingen, die nicht mehr benutzt werden,
  • ein Stapel „vielleicht“
  • und ein Stapel mit wirklich genutzten Kleidungsstücken.

Was längst überholt ist, wandert in einen Kunststoffsack, die genutzten Dinge werden eingeräumt und das allein hilft schon bei der Entscheidung, ob „vielleicht“ noch hinein passt oder nicht. Meistens kann man darauf gut verzichten. Gut erhaltene Kleidungsstücke gehen in die Altkleidersammlung, der Rest wird entsorgt. Diese Schritte Zimmer für Zimmer einhalten, Systematik ist schon die halbe Entrümpelung.

Karton oder Container

Kleidung zu entsorgen ist noch relativ einfach, anders sieht es mit Möbelstücken, alten Fahrrädern oder dem kaputten Staubsauger aus. Bücher und kleinere Gegenstände passen in Kartons, aber je nach Volumen kann es sinnvoll sein, einen Container zu bestellen. Das betrifft häufig Keller, Garage und Garten. Die alte Tischtennisplatte, der kaputte Rasenmäher, das alles lässt sich mit einem Container zügig entsorgen und beugt allen kühnen Gedanken vor, die Dinge doch noch zu reparieren – später.

Also radikal alle Gegenstände aussortieren, die nicht mehr zu nutzen sind.

Altglas und Altpapier zur Entsorgungszentrale bringen und manches kann man verschenken, aber dann bitte sofort und nicht aufheben.

Ordnung mit System

  • Alles, was nur gelegentlich oder saisonal gebraucht wird, in Kartons verpacken und den Inhalt notieren, am besten mit Datum versehen. Das ist schon der erste Schritt für eine dauerhafte Ordnung.
  • Den Dingen einen festen Platz zu geben erleichtert es, Ordnung zu halten, genauso wie
  • die Anschaffung unterschiedlicher Aufbewahrungssysteme, die man mit Überlegung füllt. Ohne Disziplin geht es nicht, es sollte zur Gewohnheit werden, wöchentlich gründlich aufzuräumen, um kein neues Chaos entstehen zu lassen.

Hilfe suchen

Scheitert man schon beim kleinsten Versuch, Dinge effektiv zu entsorgen, ist es vielleicht Zeit sich professionelle Hilfe zu suchen. Mit einem neutralen und realistischen Blick auf die Sachen, kann der Helfer die Situation klären zur Not auch Beistand leisten, sich doch von Ballast zu trennen und vor allem auch mit einem strukturiertem Vorgehen.

In aller Regel ist das größte Problem bei Entrümpelungen das überschätze Chaos und der Glaube, dass man dem Aufräumen nicht Herr wird. Um dem Ganzen aus dem Weg zu gehen, ist es oft empfehlenswert eine Entrümpelungsfirma zu holen, die dann genau nach den Vorgaben die Wohnung oder das Haus entrümpelt, die vom Eigentümer oder Hinterbliebenen bei Sterbefällen, gemacht werden.