Wer sein Bad modern einrichten möchte, entscheidet sich häufig für eine ebenerdige bzw. bodengleiche Dusche. Sie ist zum einen elegant und ästhetisch und zum anderen auch praktisch. Gerade für ältere Menschen ist es eine Erleichterung, einfach in die Dusche gehen zu können, ohne steigen zu müssen. Gerade bei kleineren Badezimmern ist so eine Dusche auch eine Möglichkeit, den Raum optisch zu vergrößern. Wer handwerklich etwas geschickt ist, die richtige Anleitung erhält und das passende Material kauft, kann eine solche Dusche durchaus selbst einbauen.

Die Vorbereitung des Untergrundes

Das Wichtigste beim Verlegen einer bodengleichen Dusche ist das notwendige Gefälle. Schließlich soll ja beim Duschen nicht das Badezimmer geflutet werden. Optimal ist ein Gefälle von 1,5 bis 2 Zentimetern. Bei einem Neubau ohne bereits vorhandenen Bodenbelag ist es leicht, den Untergrund zum Einlauf entsprechend abzuflachen. Schwieriger wird es, wenn bereits Fliesen oder andere Belege verlegt waren, weil diese entfernt werden müssen und oft der komplette Boden aufgestemmt werden muss.

Die Konstruktion der begehbaren Dusche

Eine bodengleiche Dusche lässt sich sowohl mit als auch ohne Unterbodenelement bauen. Das Unterbodenelement ist eine wasserdichte Platte meistens mit einem Kunststoff-Hartschaum-Kern. Das Gefälle ist hier bereits eingearbeitet und die Platte wird einfach in den Estrich eingebaut. Anschließend kann man den gewünschten Bodenbelag, zum Beispiel jede Art von Fliesen, wie man beispielsweise auch bei fliesen-franke-online.de bekommen kann, darauf verlegen.

Es gibt auch Platten mit bereits eingebauter Ablaufrinne oder vormontierter Ablaufeinheit. Hierbei wird allgemein ein sogenannter Rinnenkörper verwendet, der aus einem Edelstahl-U-Profil und einer Abdeckung besteht, die ebenfalls flächenbündig in den Boden eingesetzt werden muss. Das Duschwasser läuft in diesem Fall zwischen Abdeckung und dem angrenzenden Belag in einer schmalen Fuge ab.

Für eine sichere Anbindung an die Verbund-Abdichtung sorgt ein Flansch, dem man mit der Rinne verbindet. Soll kein Unterbodenelement verwendet werden, wird der Ablauf flächenbündig direkt in den Fußboden eingearbeitet. Freihändig ein richtiges Gefälle in den Estrich einzubringen ist nicht leicht und sollte man lieber einen Fachmann überlassen. Um den Untergrund vor Feuchtigkeit zu bewahren, muss hier zusätzlich eine Verbund-Abdichtung vorgenommen werden. Den Ablauf kann man wie gewünscht einsetzen, wenn das Gefälle stimmt. Zur Abdeckung verwendet man am besten einen Rost aus Metall.

Das Fliesen der ebenerdigen Dusche

Beim Fliesen der bodengleichen Dusche sollte folgendes beachtet werden: Größere Fliesen sind nicht besonders gut geeignet, weil hier die Absenkung zum Ablauf zu schwierig zu arbeiten ist, es fallen in der Regel viele Schnittarbeiten an, die sich auch nicht günstig auf die Optik auswirken. Kleine Mosaikfliesen sind da schon praktischer.

Allerdings haben sie den Nachteil, sich umständlicher reinigen zu lassen. Außerdem entsteht durch die vielen Fugen eine größere Gefahr der Durchfeuchtung des Untergrundes. Eine sehr elegante aber nicht ganz billige Lösung sind zum Beispiel Keramik-oder Quarzplatten in Maxigrößen, die man in einem Stück einbauen kann.