Wer kennt sie nicht, die weißen, rippenförmigen und schweren Heizkörper, die sich früher in nahezu jeder Wohnung fanden. Nicht nur gelten diese Heizkörper als mächtige Staubfänger, auch optisch machen sie nicht viel her und sind längst überholt – denn heutzutage setzen Raumgestalter und Besitzer von Eigenheimen mehr und mehr auf Designheizkörper, die gleich mehrere Vorteile in sich vereinen.

Zum einen sind sie optisch hochwertig gestaltet, so dass sie als modernes Designelement im Raum verwendet werden können. Zum anderen ist der Energieverbrauch deutlich geringer als bei herkömmlichen Modellen, so dass sich der Umstieg auf in den eigenen vier Wänden auch kostentechnisch lohnt.

Optik und Stil

Rippenförmige Heizkörper sind out – im Trend liegen glatte Oberflächen und rechteckige Formen. Ein Designheizkörper kann zwar optisch gesehen auch einem herkömmlichen Heizkörper nachempfunden sein, beliebt sind jedoch Modelle, deren Oberfläche nur fein gerippt oder gänzlich glatt ist.

Auch gemusterte Heizkörper sind erhältlich. Dabei ist der Platz der Heizung längst nicht mehr nur auf den Boden beschränkt. Designheizkörper bestehen nämlich meist aus vertikalen Heizkörpern, die an der Wand „in luftiger Höhe“ Platz finden – im Bad beispielsweise auf halber Höhe neben der Dusche, statt am Boden.

Farblich überzeugen Designheizkörper mit eleganten, matten Farbtönen wie Hellgrau, Dunkelgrau und mattem Weiß. Durch das weniger mächtige Design wirken sie im Vergleich zu weißen Rippenheizkörper automatisch stilvoll und elegant.

Die Hersteller punkten jedoch nicht nur mit Optik, sondern integrieren sogar Funktionalität – so kann der vertikale Heizkörper gleichzeitig auch als Handtuchhalter dienen. Zudem gibt es Designheizkörper, die, sehr zur Freude ihrer Besitzer, Regale in sich vereinen.

Vorteile von Designheizkörpern

Neben den genannten optischen Vorzügen und funktionalen Elementen blockieren Designheizkörper nicht mehr länger den Boden und können platzsparend an der Wand angebracht werden. So sind auch Steckdosenanschlüsse nicht davon berührt oder verdeckt.

Je nach Art und Gestaltung des Designheizkörpers ist es zudem möglich, dass er bis zu 50 Prozent weniger Energie verbraucht als die klassischen weißen Heizkörper. Moderne Technik macht es möglich. Unter Designheizkörpern finden sich viele Niedrigtemperatur-Heizkörper, die weniger warmes Wasser zum Heizen benötigen, da ein Heizeffekt schon ab einer Temperatur von 55 Grad eintritt.

Wer auf Konvektionswärme verzichten möchte, kann auf Heizungskörper mit Strahlungswärme setzen, bei der Infrarotstrahlen für Erhitzung ersorgen. Für Allergiker ist diese Methode besonders geeignet, da es hier nicht zur Aufwirbelung der Raumluft kommt.

Was ist bei der Montage von neuen Heizkörpern zu beachten?

Der Designheizkörper sollte auf die Raumgröße angepasst sein und natürlich auch optisch zur Raumgestaltung passen. Größere Räume benötigen leistungsstarke Modelle. Auch kann eine Sanierung vor Einbau neuer Heizkörper sinnvoll sein, um beispielsweise Fenster besser abzudichten und so einem Energieverlust vorzubeugen.

Der Heizkörper kann nur montiert werden, wenn die entsprechenden Anschlüsse da sind.
Vorab ist also unbedingt zu beachten, wo sich Anschlüsse für die neue Designheizung befinden. Nach der Montage ist es wichtig, die Oberfläche des Heizkörpers stets staubfrei zu halten, denn Staubpartikel wirken wärmeisolierend. Lackierte Heizkörper benötigen hin und wieder spezielle Pflege (z. B. durch Speziallacke und sanftes Anschleifen), welche jedoch im Ermessen des Besitzers liegt.

Preislich gesehen liegt ein einzelner Designheizkörper ohne Montage zwischen 300 und 500 €. Am besten ist es, trotz vielfältiger Auswahl keinen Blindkauf im Internet zu tätigen, sondern sich vom Fachmann intensiv beraten zu lassen.