Der Kragen, der in 2 unterschiedlichen Formen auftritt, sind die Umlegekragen oder Stehkragen. Der Umlegekragen läuft bis zur Hälfte des Halses und wird dann nach hinten geklappt. Verwendet werden heutzutage der Kentkragen, der meist verbreitete Kragen und der Haifischkragen oder Cutawaykragen, der hoch steht und breit gespreizt ist.
Der Windsorkragen variiert den Kentkragen und ist bis zu einem Winkel von 140 Grad gespreizt. Der Button-Down-Kragen wird geknöpft. Tabkragen werden mit Krawatte getragen. Selten tritt dieser Tage der Nadelkragen auf. Die Ecken werden mit einer speziellen Nadel gehalten. Der Stehkragen ist ein steifer Kragen und wird heute sehr selten gebraucht. Wie die einzelnen Kragenformen aussehen, kann man hier nachschauen.

Größentabelle bei Hemden

Die Größe eines Hemdes wird in Deutschland in der Größe des Kragens angegeben. Zwei aufeinanderfolgende Kragengrößen werden zu einer zusammengefasst. Die Größen beginnen bei 39 und reichen bis 48. In Gebrauch sind auch die amerikanischen Größen, die durch Buchstaben gekennzeichnet sind.

Zu den weiteren Bestandteilen des Hemdes gehören die Manschetten (meistens bei festlichen Hemden), die Yoke, die den Teil zwischen den Schultern bezeichnet. Sie ist ein- oder zweiteilig und bestimmt die Passform des Hemdes mit.
Ein Hemd kann in drei Zuschnittsformen auftreten:

  • Das sind Slim Fit oder Body Fit. Dieser Zuschnitt zeichnet sich durch einen taillierten Schnitt aus und ist körperbetont. Slim Fit Hemden neigen dazu etwas kürzer zu sein und reichen bis zur Höhe des Hosenbundes. Über dem Gürtel getragen, pulstern sie sich nicht so auf. Slimfit ist bei jüngeren und sportlichen Männern sehr beliebt und wird aufgrund ihrer Taillierung sehr gern getragen
  • Der Regular oder Modern Fit ist eher locker und nur leicht tailliert. Diese Form hat breitere Schultern und Rücken. Bewegungsfreiheit und Tragekomfort ist bei dieser Form gut gegeben. Wird auch manchmal tailored Fit genannt und in erster Linie von Geschäftsleuten getragen. Die sogenannten Businesshemden sind zudem meistens auch einfarbig.
  • Der dritte Schnitt ist der Comfort oder Loose Fit. Es ist ein lockerer weiter Schnitt, der leger wirkt und etwa länger ist. Er ist nicht körperbetont.

Ein Hemd waschen und richtig aufhängen

Vor dem Waschen sollte die Pflegeanleitung aufmerksam gelesen werden. Dann wird die Wäsche nach Farben sortiert, damit keine Abfärbungen entstehen. Hemden werden nur mit Hemden zusammen gewaschen. Das macht sie weniger knitterig und sie sind besser zu bügeln.

Waschmaschine

In einem Waschgang sind nicht mehr als sieben Hemden zu waschen. Bestimmte Materialien wie Seide gehören nicht in die Waschmaschine, sie müssen chemisch gereinigt werden.

  • Vor dem Waschen müssen die Hemdkragen hochgeklappt werden. So wird Kragenschmutz besser entfernt.
  • Kragen und Manschetten sind vor dem Waschen mit Seife vorzubehandeln.
  • Kragenstäbchen sind vor dem Waschen zu entfernen, damit sie nicht beim Waschen verloren gehen oder andere Hemden beschädigen.
  • Für schonenderes Waschen empfiehlt es sich, Hemden in ein Wäschenetz zu stecken und auf links zu drehen. Das macht aber Probleme bei der zuverlässigen Schmutzentfernung.
  • Hemden sind in der Regel mit 40 Grad zu waschen. Bei hartnäckigen Fällen werden 60 Grad empfohlen. Gut ist auch das Pflegeleichtprogramm. Das geeignete Waschmittel ist das Vollwaschmittel für weiße Hemden und Buntwaschmittel für farbige Hemden.
  • Nach der Wäsche werden Hemden aus der Maschine genommen und zum Trocknen aufgehängt und glatt gezogen. Wird es in den Trockner getan, sollte darauf geachtet werden, ob das Hemd dafür geeignet ist.
  • Nach dem Trocknen werden die Hemden gebügelt.

Das Hemd im Koffer zusammenlegen

Damit das Hemd knitterfrei getragen werden kann, sollte es für die Reise im Koffer richtig zusammengelegt werden.
Das Hemd wird mit der Knopfleiste nach unten auf einer glatten Oberfläche ausgebreitet. Es sollten keine oder nur geringe Falten vorhanden sein.

Am Kragen wird nun zwei Daumen breit, auf einer Seite, eine gerade Kante gefaltet. Die andere Seite wird genauso behandelt und zur ersten Seite geschlagen. Die Falte sollte parallel zur vorderen Knopfleiste liegen. Die Ärmel werden nun, mit dem äußeren Falz der gerade gelegten Kante, zusammen getan. Das untere Ende des Hemdes wird eine Handbreit eingeschlagen und nach oben gefaltet. Um die Knitterfreiheit im Koffer zu verbessern, sollte zwischen jedes Hemd Seidenpapier gelegt werden.

Kragenweite messen:

– Das Maßband wird an den Hals gelegt, 2-3 cm unter dem Ende des Adamapfels.
Das eng angelegte Maßband wird um den ganzen Hals geführt.
– Das Messergebnis wird notiert. Das ist die tatsächliche Kragenweite. Die Hemdgröße ist nun etwa eineinhalb Zentimeter größer. Beispiel: Gemessener Halsumfang: 38 cm. Hemdgröße: 39,5 cm.

Ärmellänge bei Hemden feststellen:

  • Der Träger steht gerade. Die Arme liegen an der Seite. Die Finger stecken in den vorderen Hosentaschen.
  • Das Maßband wird an der Mitte des oberen Rückens angelegt, etwas unterhalb des Genicks.
  • Die erste Messung geht von dem oberen Rücken bis zur Schulternaht. Das Ergebnis wird notiert.
  • Die zweite Messung erfolgt von der oberen Schulternaht bis unter das Handgelenk.Den Wert aufschreiben.
  • Nun werden die beiden Messergebnisse addiert. Der Wert sollte zwischen 81 und 94 cm liegen.