Rasen vertikutieren, wie und worauf kommt es an

4 April, 2012 keine Kommentare »
Rasen vertikutieren, wie und worauf kommt es an

Ein Rasen im Garten ist zweckmäßig und dekorativ. Er braucht Pflege vom Frühjahr bis in den Herbst, um schön und gesund auszusehen. Mit nur regelmäßigem Rasenmähen ist es nicht getan. Grundsätzliches Ab Ende Mai erfolgt meist der Erstschnitt des Rasens. Um ein angenehmes „Teppichgefühl“ zu bekommen, sollte einmal pro Woche das „normale“ Gras bis auf 4 cm Länge, der Zierrasen auf 2 cm geschnitten werden (das Schnittgut nicht liegenlassen, da es die „Atmung“ des Rasens behindert und Mooswachstum fördert).

Es ähnelt dem Haareschneiden: Je öfter geschnitten und gekürzt wird, umso mehr wird das Wachstum gefördert, so auch beim Rasen. Da sich kleine Seitentriebe ausbilden, wird das Gras dichter und das Unkraut wird regelrecht verdrängt und der Garten erscheint durch einen gepflegten Rasen in einem ganz anderen Licht.

Tipp:

In den heißen Sommermonaten den Rasen etwas länger wachsen lassen, damit er nicht „verbrennt“. Die Gefahr des Austrocknens ist an heißen Tagen schnell gegeben und erfordert ein regelmäßiges Beregnen. Mindestens einmal in der Woche den Rasensprenger in Betrieb nehmen.

Warum ist Vertikutieren so wichtig

Rasenflächen werden stark belastet (Spiel und Sport, Gartenbesuche, Grillfeste) und mit Schnittgut, Laub und Unkraut beeinflusst. Eine Bereinigung ist notwendig, sonst sähe der „grüne Teppich“ bald unansehnlich aus. Verfilzungen, Moosflechten, braune Flecken wären die Folge. Da der Boden wie „festgetreten“ ist, sich verdichtet, staut sich zudem das Wasser. Die Rasenwurzeln bekommen zu wenig Luft, der Rasen kann nicht „atmen“.  Erst durch regelmäßiges Vertikutieren kann der Rasen belüftet und entfilzt werden wodurch das Unkraut an der Wurzel gepackt und das Moos entfernt wird.

Eine gleichmäßige, intensive Bearbeitung übernimmt der elektrische Vertikutierer mit vertikal schneidenden Messern. Je nach eingestellter Arbeitstiefe „kappen“ die Messer aus dem Boden Filz, Unkraut und Moos auf schonende Weise für den Rasen. Die Fläche wird aufgelockert, eine Voraussetzung dafür, dass wieder Wasser, Luft und Nährstoffe (Dünger) aufgenommen, an die Wurzeln des Rasens gelangen können. Das herausgezogene „Gewölle“ abharken. Die Vertikutier-Richtung wird abwechselnd durchgeführt, um optimal altes Gras, Moos, Verfilzungen zu entfernen und zu Belüften.

Zuerst quer die Fläche einmal bearbeiten, danach längst (besonders wichtig bei älteren Rasen). Bei sehr gepflegtem, gesunden Rasen genügt eine Richtung. Mit einem Rasenrechen, der Metallzinken besitzt, geht eine Oberflächenbearbeitung auch, ist aber wesentlich anstrengender und nicht so “tiefgreifend” wie mit einem elektrischen Vertikutierer, dessen Messer verstellbar sind. Die Arbeitstiefe der Messer richtet sich nach dem Zustand des Rasens. Für den gutaussehenden Rasen genügt eine 3 mm Schnitt-Tiefe, bei ungepflegter, ungleichmäßiger Fläche, mit 5 mm-Einstellung vertikutieren.

Die Rasenhöhe sollte vor Beginn dieser Arbeit nicht höher als 4 cm betragen. Die “Belüftung“ kann auch mit der Aerifiziergabel manuell erfolgen. Es ähnelt „Spikes“ an den Schuhen, mit denen man über die Rasenfläche läuft. Im Frühjahr und vor dem Herbstbeginn ist diese Rasenbehandlung am effektivsten. Lockerung, Düngen (bevor es regnet) und Ausbessern der kahlen Stellen mit neuem Saatgut, den Rest erledigen Wind, Regen und die Sonne.

Auf einen Blick

  • im Frühjahr vor dem ersten Rasenmähen sollte der Rasen vertikutiert werden
  • erst quer, dann längst den Rasen vertikutieren
  • anschließend mit einer Harke nachharken, damit das alte Schnittgut weg ist
  • gegebenenfalls noch düngen
  • nicht tiefer als 5mm, vertikutieren
  • nur 1 – 2 mal im Jahr vertikutieren Frühjahr / Herbst

zum Thema passend

Kommentieren