Nach Mutterschutz gekündigt – in welchen Fällen ist eine Kündigung rechtkräftig und wann hat man welche Rechtsansprüche

11 August, 2012 keine Kommentare »
Nach Mutterschutz gekündigt – in welchen Fällen ist eine Kündigung rechtkräftig und wann hat man welche Rechtsansprüche

Der Gesetzgeber hat zum Schutz von schwangeren Frauen im Beruf bestimmte Gesetze erlassen, die im Mutterschutzgesetz niedergelegt sind. Diese Gesetze finden bei schwangeren Frauen in bestimmten Fristen ihre unbedingte Anwendung. Der Arbeitgeber der schwangeren Frau ist verpflichtet, sowohl einen teil des Arbeitsentgeltes während der Ausfallzeiten der Schwangeren weiter zu bezahlen, als auch den Arbeitsplatz nach Beendigung der Schutzfristen für die Frau bereitzuhalten.


Leider kommt es immer wieder zu Kündigungen nach Beendigung der Schutzfrist

Da das Mutterschutzgesetz sehr umfangreiche Schutzvorschriften zum Schutz der Mutter enthält, hat ein Arbeitgeber kaum Möglichkeiten, eine Frau nach Ablauf des Mutterschutzurlaubes, acht Wochen nach der Geburt und zwölf Wochen bei Früh- und Mehrlingsgeburten, rechtskräftig zu kündigen. Der Kündigungsschutz bleibt über das Ende des Mutterschaftsurlaubes bestehen, und zwar vier Monate lang von der Entbindung an gerechnet. Auch eine Kündigung mit der Begründung, das die Schwangerschaft dem Arbeitgeber nicht rechtzeitig bekannt gemacht wurde ist dann unwirksam, wenn die Schwangere bis zu zwei Wochen nach Erhalt der Kündigung dem Arbeitgeber die Schwangerschaft nachträglich anzeigt.

Wann ist eine Kündigung rechtskräftig?

Eine Kündigung aufgrund einer Schwangerschaft hat kaum Aussichten auf Erfolg. Selbst wenn die Arbeitnehmerin erst kurz im Betrieb ist und schon bei der Einstellung schwanger war, besteht kein Kündigungsgrund. Bestehende Schwangerschaften müssen bei Bewerbungsgesprächen nicht angegeben werden. Eine Bewerberin darf auf eine entsprechende Frage eines Personalchefs ohne weitere Folgen lügen. Dies gilt allerdings nur für unbefristete Arbeitsverhältnisse.

Bei befristeten Arbeitsverhältnissen stellt sich die Sachlage anders dar. Hier überwiegen die Interessen des Arbeitgebers eindeutig, da ein befristeter Einsatz zielgerichtet zu einer Aufgabe sein soll.

Der Ausfall durch Schwangerschaft wäre dann für den Arbeitgeber eine unzumutbare Härte. Dies ist wohl einer der Gründe, das in Deutschland die meisten neuen Arbeitsverträge erst einmal befristet sind.
Eine Frau im Mutterschutz zu kündigen, ist nur möglich, wenn entsprechende Verfehlungen am Arbeitsplatz nachgewiesen werden können und selbst dann hat in der Regel das Arbeitsgericht das letzte Wort. Selbst wenn die Kündigung vom Arbeitsgericht als nicht rechtsmäßig angesehen wird, ist in der Regel das Arbeitsklima sp vergiftet, dass es oft zu Mobbing kommen kann und die Arbeit nicht mehr den Spass macht, wies es noch anfangs der Fall wahr. In diesem Fall ist es immer ratsam einen Schlussstrich zu ziehen und sich nach einem neuen Job umzuschauen. Beim Arbeitsamt, in Tageszeitungen oder im Internet werden regelmäßig neue Jobs inseriert. So findet man beispielsweise bei stepstone über 60.000 verschiedene Jobs.

Sicher ist es immer leichter gesagt einen neuen Job zu suchen bzw. zu finden aber eher man einem vergifteten Arbeitsklima ausgesetzt ist, sollte man sich nach neuen Herausforderungen umsehen.

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