Änderungen bei der Hauptuntersuchung – was sich beim TÜV ab Juli ändert

6 Juni, 2012 keine Kommentare »
Änderungen bei der Hauptuntersuchung – was sich beim TÜV ab Juli ändert

Was wären die deutschen Gesetze, wenn sie sich nicht ständig in einigen Punkten ändern würden. Dem deutschen Bürger ist mittlerweile bekannt, dass sich regelmäßig an den Regeln und Gesetzen in Deutschland etwas ändert. Daher sollte der Bürger auch nicht stark davon überrascht sein, dass sich zum 1. 7. 2012 bei der Hauptuntersuchung des Autos beim TÜV einige Dinge ändern werden.


Die Änderungen zum 1. 7. 2012 im Überblick:

  • Rückdatierung wird aufgehoben
  • Probefahrt wird Bestandteil der Hauptuntersuchung
  • mehr als 2 Monate Verzug = 20% Mehrkosten + evtl. Punkte in Flensburg

Die Änderungen durch das Bundesverkehrsministerium seien darin begründet, dass die HU der neusten Prüftechnik angepasst werden sollte.

Eine Änderung, die teilweise erfreulich ist für uns als Autofahrer ist, dass die Rückdatierung jetzt vollständig aufgehoben wird. Bisher galt diese Regelung nur in drei Bundesländern. Ab dem ersten des nächsten Monats wird sie dann flächendeckend gelten. Die Rückdatierung bedeutete bislang, dass der Monat und die Zeit für den TÜV immer gleich blieben.

Ein Beispiel: Ein Auto muss im Mai zur HU, der Besitzer bringt es aber erst im August dorthin. Die Plakette die das Auto erhielt war auf Mai zurück datiert worden. Ab nun gilt der Zeitpunkt der Untersuchung. Ein Manko der neuen Regelung ist jedoch, dass eine Verspätung von mehr als 2 Monaten mit 20% Mehrkosten verbunden sein wird. Es drohen sogar Punkte in Flensburg.

Ebenfalls neu ist eine sogenannte Konditionierungsfahrt vor der eigentlichen HU. Dies bedeutet, dass das einfache überprüfen des Autos auf der Hebebühne nicht mehr ausreichen wird. Die Probefahrt muss dabei bei mindestens 8 km/h absolviert werden. Es soll überprüft werden, ob die Assistenzsysteme funktionstüchtig sind.

Insgesamt soll die HU aussagekräftiger werden. Dazu wird ein einheitlicher Mängelkatalog eingesetzt, der es dem Fahrzeughalter erleichtern soll, die Mängel zu erkennen und gegebenenfalls selbst beseitigen zu können. Der Prüfbericht soll in Zukunft die Stelle und die genaue Bezeichnung des Mangels angeben, so dass auch technisch weniger bewanderte Autofahrer die Möglichkeit haben, die Mängel bei den nächsten Autoreparaturen zu beseitigen.

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