Bremsscheiben und Bremsbeläge wechseln

10 Mai, 2012 keine Kommentare »
Bremsscheiben und Bremsbeläge wechseln

Viele Fahrzeuge sind mittlerweile so ausgereift, dass problemlos mehrere tausend Kilometer zurückgelegt werden können, ohne dass jegliche Wartungsarbeiten benötigt werden. Dennoch gibt es an jedem Wagen einige Verschleißteile, die regelmäßig einer optischen Überprüfung unterzogen werden sollte. Sehr wichtig sind hier natürlich die Komponenten des Bremssystems. Bremsbeläge und -Scheiben müssen ab einem bestimmten Abnutzungsgrad erneuert werden und besonders bei viel Stadtverkehr tritt dieses deutlich früher ein.

Selbermachen oder die Werkstadt beauftragen?

Wartungsarbeiten und Reparaturen an sicherheitsrelevanten Fahrzeugteilen sollten grundsätzlich nur dann in Eigenregie durchgeführt werden, wenn man schon etwas Erfahrung vorweisen kann, oder sich die benötigten Informationen eingeholt hat. Dann kann beim Bremsenwechsel auch etwas Geld gespart werden. In einer Werkstadt geht dieses zwar auf einer Hebebühne zwar deutlich schneller, doch auch mit relativ einfachem Werkzeug und einem Wagenheber kann gearbeitet werden. Natürlich werden auch neue Bremsbeläge und -Scheiben benötigt. Autoteile & Ersatzteile zu günstigen Preisen gibt es natürlich auch online für jedes Fahrzeugmodell.

Vorgehensweise beim Bremsenwechseln

Hat man keine Hebebühne zur Verfügung, sollte jedes Rad einzeln aufgebockt und gesichert werden. Sind Rad und Radmuttern ab, wird die Bremsscheibe nur noch von einer relativ kleinen Kreuz- oder Torx-Schraube gehalten. Bevor diese jedoch gelöst wird, sollte der Bremssattel gelöst und mit einem Draht an Feder oder Stoßdämpfer gesichert werden, um den Bremsschlauch nicht unnötig zu belasten.

Für das Entfernen und Befestigen des Sattels bietet sich eine Umschaltknarre und ein Drehmomentschlüssel an. Da man hier fast immer auf Rost trifft, kann im Notfall ein Rostlöser-Spray und Kriechöl weiterhelfen. Nachdem die Bremsscheibe abgenommen wurde, wird die Radaufnahme gründlich gereinigt, um einer Unwucht entgegenzuwirken. Das Einsetzen der neuen Beläge ist auch relativ einfach und klappt oft schon mit einem Schraubendreher. Doch zunächst muss der Kolben wieder zurück gedrückt werden, was viele mit einer einfachen Rohrzange versuchen, sich ein spezieller Rücksetzer besser eignet.

Damit hierbei die Bremsflüssigkeit keinen Schaden anrichtet, wird der Deckel des Ausgleichsbehälters geöffnet. Bevor die neuen Pads eingelegt werden, nutzt man eine Drahtbürste, um den Sattel von Rost und Bremsstaub zu befreien. Um ein späteres Quietschen zu verhindern, kann Kupferpaste auf die Rückseite des Belages aufgetragen werden. Nicht zu vergessen ist das Anbringen der neuen Sicherungsklemme. Der Wiederzusammenbau erklärt sich dann fast schon von selbst, wobei unbedingt die Drehmoment-Werte des Herstellers eingehalten werden sollten.

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