Was zeichnet ein guten Winterreifen aus

19 Januar, 2014 keine Kommentare »
Was zeichnet ein guten Winterreifen aus

So mancher fragt sich in den ersten Wochen des neuen Jahres, ob der Winter sich denn überhaupt noch blicken lassen wird. Welche Ausrüstung für den bevorstehenden Winter nötig ist, wann Winterreifen unbedingt zum Einsatz kommen sollten, und wie man den richtigen Reifen für sein Auto aussucht, wird unter anderem in diesem kleinen Ratgeber erläutert!


Alles um den Winterreifen

Der Gesetzgeber schreibt ausdrücklich vor, dass nicht den ganzen Winter mit Winterreifen gefahren werden muss.

Diese müssen nur bei:

  • Schneeglätte und
  • Schneematsch,
  • Glatteis,
  • Reif- oder Eisglätte benutzt werden,

und müssen unbedingt das M+S-Zeichen (was für Matsch und Schnee steht) und Schneeflocken-Symbol vorweisen. Wer also auf glatten Straßen mit Sommerreifen erwischt wird, zahlt deftige 40 EUR, und bei Verkehrsbehinderung sogar bis zu 80 EUR. Die M+S-Bezeichnung ist allerdings mehr als veraltet, und findet sich sogar auf manchen aus Fernost stammenden Sommerreifen wieder. Auf das Schneeflocken-Symbol das sich aus 3 Bergspitzen zusammensetzt, ist mehr Verlass.

Für Sommer- und Winterreifen wird eine Profiltiefe von nur 1,6 mm vorgeschrieben. Das ist im Grunde viel zu wenig da schon bei 3-4 mm Tiefe ein Reifen aus Sicherheitsgründen ersetzt werden sollte. Profiltiefe verändert das Brems- und Fahrvermögen bei Nässe und Schnee radikal. (Hier geht’s zur Faustformel für den Anhalteweg)

Profiltiefe

Auch wenn nicht den ganzen Winter über mit den Winterreifen gefahren wird, sollten diese doch immer mit dabei sein. Denn auch im Flachland kann es über Nacht oft zu unerwarteten Schneefällen kommen. Es braucht nur einen unüberdachten Besuch bei Familie oder Freunden zu geben, und schon befindet man sich in einer misslichen Lage. Das Lamellenprofil der Winterreifen greift bei Schnee besonders gut, und gewährleistet eine sichere Fahrt.

Reifengröße und andere Tipps und Pflichten

Winterreifen © A.Dreher  / pixelio.de

Winterreifen © A.Dreher / pixelio.de

Welche Reifengröße zum Wagen passt, steht üblicherweise in den Papieren. Auch im alten Fahrzeugschein findet man diese Angaben wieder. Für alle nach dem 1.10.2005 um- oder angemeldeten Fahrzeuge, finden sich die nötigen Zahlen im ersten Teil der Zulassungsbescheinigung. Ein Händler kennt allerdings alle freigegebenen Größen.
Seit dem 1.11.2012 ist das Öko-Label Pflicht. Die Klassifizierung geht von A, dem besten Wert, bis G, dem schlechtesten Wert, und zeigt Nässehaftung, Rollwiderstand und Abrollgeräusch an. Diesen Aufkleber erhält man bei seinem Händler. Verschiedene Autohändler haben dem Continental WinterContact TS 850 (siehe Testergebnis) Reifen und dem Michelin Alpin A4. Winterreifen auf die besten Plätze Ihrer Testliste gestellt. Ihre Sicherheit und die Ihrer Mitfahrer, sollte nie von Geld abhängig gemacht werden!

Breite Reifen sind nicht nur im Winter sicherer! Auch im Sommer ist man mit breiten Reifen deutlich im Vorteil, was Seitenführung und Bremspotential angeht. Auf schmale Reifen sollte also möglichst verzichtet werden, auch wenn es sich nur um eine Kostenfrage handelt. Das bisschen Geld ist Ihre Sicherheit allemal Wert.

Vorausgesetzt dass im Winter der gleiche Satz Räder wie im Sommer benutzt wird (d.h. Gleiche Größe), können die Winterreifen an den gleichen Rädern angebracht werden. Bei den Preisen um einen Reifen aufzuziehen, kann man das allerdings auch wieder in Frage stellen. Kostengünstiger ist es auf Dauer sicher einen eigenen Satz Räder für die Winterreifen anzuschaffen. Es sollte auch darauf geachtet werden, dass jedes Jahr die Reifen von hinten nach vorn gewechselt werden, um eine gleichmäßige Abnutzung zu gewährleisten. Da die Hinterachse für die Spurstabilität verantwortlich ist, gehört das bessere Profil immer nach hinten. Im Sommer werden die Winterreifen dunkel und trocken an einem Reifenhalter in der Garage gelagert, oder liegend auf einen Felgenbaum gestapelt.

Vorsicht Preissturz und Rabatte bei Winterreifen!

Gewarnt sollte man allerdings sein vor den Billigreifen aus China. Drei dieser gefährlichen Reifen wurden mit der Note ”mangelhaft” benotet, und sollten auch des Geldes wegen unter gar keinen Umständen gebraucht werden. Star Performer Winter und Westlake SW601 Snowmaster heißen 2 dieser dubiosen Winterreifen, die katastrophale Leistungen vorzuweisen haben. Bei einer auf nassem Asphalt vollführten Vollbremsung bei 100 km/h, kamen diese Reifen erst 18 bis 22 Meter später zum stehen. Diese Meter können über Leben und Tod entscheiden.

Mehr zu den Testergebnissen zu Winterreifen kann man auf http://www.testberichte.de/px/1/377880.html nachlesen.

 

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