Einbruchschutz, Alarmanlagen und Einbruchsicherung für die eigenen 4 Wände

20 November, 2013 keine Kommentare »
Einbruchschutz, Alarmanlagen und Einbruchsicherung für die eigenen 4 Wände

Einbrecher werden immer dreister und immer raffinierter. Die Zeiten, in denen sie einfach eine Scheibe einschlugen, sind lange vorbei. Heute erkennt man auf den ersten Blick oft gar nicht, dass das eigene Haus oder die Wohnung ungewollten Besuch hatten. Umso wichtiger ist die Eigenverantwortung der Besitzer.


Einbruchschutz für Terrassentüren, Garagen und Fenster

Fenster am Haus, auf Balkonen oder Terrassen sind die liebsten Ziele von Einbrechern und daher gilt hier oberste Sicherheit. Niemals sollten Fenster während der Abwesenheit geöffnet oder auch nur gekippt sein.

  • Zum Schutz gegen Einschlagen empfehlen sich Einbruchsschutzfolien. Sie verhindern, dass ein Fenster vollkommen splittern kann und verwehren dem Einbrecher den Zugang.
  • Glastüren auf Balkonen und Terrassen sollten mit so genannten Pilzkopfzapfen gesichert werden. Dieses Verriegelungssystem ist weit sicherer als eine gewöhnliche Verriegelung. Am sinnvollsten ist es, wenn sie an mehreren Stellen angebracht wird. Auch eine nachträgliche Umrüstung ist möglich.
  •  Ebenso empfohlen werden abschließbare Fenstergriffe.
  • Garagen, die Zugang zum Haus bieten, sollten mit einem Doppelschloss versehen werden. Hier muss der Schlüssel in zwei verschiedene Schlüssellöcher geführt werden. Solche Sicherheiten kosten den Einbrecher Zeit und Nerven.

 Schließanlagen und sichere Schliesszylinder sind unabdingbar

Bei einer Schließanlage kann genau kontrolliert werden, welche Person Zugang zu welchen Türen hat. Sie werden viel auf großen Betriebsgeländen eingesetzt, können aber auch Privatgelände schützen, auf denen viele Türen verteilt sind, etwa Höfe.

Sicherheitsschloss © M. Siegmund - Fotolia.com

Sicherheitsschloss © M. Siegmund – Fotolia.com

Es gibt verschiedene System bei den Schließanlagen und dementsprechend gestaltet sich die Sicherheit. Zum Beispiel das Generalschlüsselsystem. Hier gibt es einen Hauptschlüssel, der alle Türen öffnen kann. Die meisten Personen, die sich auf dem Gelände bewegen erhalten Sekundärschlüssel, die nur für bestimmte Türen geeignet sind. Mit diesem System kann verhindert werden, dass ein Einbrecher mit einem zufällig erbeuteten Schlüssel in das Haus gelangen können.

Der Zylinder einer Schließanlage kann je nach gewünschter Sicherheit aus bis zu 20 Riegeln bestehen. Je mehr Riegel es gibt, desto schwerer ist die Tür zu öffnen, auch wenn der Einbrecher über Dietriche und technische Hilfsmittel verfügt. Für einfache Häuser wären leichte System auch geeignet. Für Mietwohnungen dagegen kaum.

Alarmanlagen – sichtbar oder IP gestützt dienen allein schon zur Abschreckung

Egal wie es passieren kann, ein Einbrecher kann, wenn er genügend Ausdauer oder Glück hat, in jedes Haus kommen. Dann helfen nur noch Alarmanlagen. Am besten sind funkgesteuerte, drahtlose Alarmanlagen, weil der Einbrecher sie nicht außer Kraft setzen kann.

  • Um wirkliche Sicherheit zu bieten, sollten die Kontaktsensoren nicht nur mit den Türen, sondern auch mit allen Fenstern verbunden werden, durch die ein Mensch passen könnte.

Ob es nötig ist, dass die Anlage gleich automatisch die Polizei verständigt, ist Meinungssache. Am sichersten ist es, wenn man sich professionelle Beratung beim Experten für Sicherheitstechnik einholt und sich in den eigenen 4 Wänden beraten lässt, denn erst dann kann ein individuelles Sicherheitssystem erstellt werden. Personen, die in ihren Häusern viele Wertsachen lagern oder in abgeschiedenen Gegenden leben, werden mit einer automatischen Alarmierung sicher gut fahren. In dicht besiedelten Gebieten dagegen genügen Anlagen, die einfach nur Alarm geben. Es dauert dann meist nicht lange, bis Nachbarn die Polizei alarmieren. Diebe machen sich in der Regel lange vorher aus dem Staub.

Wenn der Besitzer im Urlaub ist, tanzen die Diebe auf dem Tisch

Einbruch © Stocksnapper - Fotolia.com

Einbruch © Stocksnapper – Fotolia.com

Je länger ein Haus unbewohnt und unbeobachtet ist, desto größer die Gefahr, dass Diebe es für sich entdecken. Daher ist gerade die Urlaubszeit gefährlich. Und daher auch der Mythos, dass Diebe vermehrt zu dieser Zeit zuschlagen. In Wahrheit haben sie einfach mehr Gelegenheit dazu. Ein Haus oder eine Wohnungsurlaubssicher zu machen, ist sehr einfach, wenn man bereits an die nötigen Sicherheitsmaßnahmen gedacht hat.

Die beste Sicherheit bieten aber immer noch Nachbarn, Freunde oder Familie. Wer Bekannte oder Familienmitglieder bittet, in der Abwesenheit nach den Pflanzen oder den Tieren zu sehen, der kann sie auch bitten, regelmäßig Fenster zu öffnen und Jalousien zu heben. Damit wird die Illusion der Bewohnbarkeit erzeugt. Einbrecher haben oft nur wenige Augenblicke, um sich zu entscheiden, ob ein Haus eine lohnende Beute ist.

Sollten die Haussitter einen Einbrecher bei der Tat ertappen, dann dürfen sie auf keinen Fall die Konfrontation suchen. Sicherheit geht vor. Besser ist es, sofort die Polizei zu verständigen und im Haus Lärm zu machen. Die meisten Einbrecher suchen reflexartig die Flucht, wenn sie Stimmen hören.

Auf Test.de gibt findet man weitere zusätzliche Informationen von einem Hauptkommissar beim Berliner Kriminalamt (hier geht’s zum Interview)

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