Haustier und Kind – Hund, Katze oder Maus, was passt am besten

31 Oktober, 2013 keine Kommentare »
Haustier und Kind – Hund, Katze oder Maus, was passt am besten

Kinder und Haustiere gehören einfach zusammen. Als Eltern ist es schön zu sehen, wie das Kind mit dem Haustier umgeht, wie es Verantwortungsbewusstsein lernt und einfach viel Spaß hat. Natürlich gibt es heute eine große Auswahl an Haustieren und es sollte immer vorher geschaut werden, welches Haustier das Richtige ist. Selbstverständlich sollte dabei auf Allergien, eigene Wünsche und auch den Kostenfaktor sowie Zeitaufwand geachtet werden.


Ein familienfreundlicher Hund als Haustier?

Welpe © www.europa-ferien-unterkunft.de  / pixelio.de

Welpe © www.europa-ferien-unterkunft.de / pixelio.de

Viele Kinder wünschen sich einen eigenen Hund. Er ist einfach niedlich, man kann mit ihm herumtollen und er ist immer für einen da, wenn man ihn braucht. Jedoch muss ein Hund nicht das richtige Haustier sein. Es muss einem klar sein, dass ein Hund auch viel Arbeit macht und das einige Kinder damit überfordert sein können. Ebenfalls kann ein Hund sogar eine Gefahr darstellen, wenn dieser unerzogen ist oder zu groß.

Deswegen sollte schon bei der Auswahl des Vierbeiners darauf geachtet werden, dass dieser kinderlieb ist. Ebenfalls sollte das Kind niemals alleine mit dem Hund Spazierengehen. Es muss nur ein anderer Hund vorbeikommen oder der eigene Vierbeiner erschreckt sich. Dann kann die Leine zu einer großen Gefahr werden und die Kinder verletzen sich. Ebenfalls ist ein Hund natürlich auch recht kostspielig. Je nach Größe muss viel Futter gekauft werden. Ebenfalls kommen Steuern (hier gibt es eine deutschlandweite Übersicht), Tierarztkosten, Zubehör und Co. hinzu.

Es ist bestätigt, dass sich Hunde positiv auf die Persönlichkeitsentwicklung eines Kindes auswirken. Jedes Kind hat mit einem Hund seinen persönlichen Freund, der weder auf Aussehen noch Verhalten achtet. Selbstverständlich kann man mit einem Hund auch viel Spaß haben und das über viele Jahre hinweg.

Oder doch lieber eine Katze als Haustier?

Auch Katzen werden nicht gerade selten von Kindern gewünscht. Sie sind so kuschelig weich, anschmiegsam und perfekt zum Knuddeln. Jedoch ist nicht jede Katze der perfekte Stubentiger. Gerade Katzen sind oftmals recht eigen und machen nur, was ihnen gefällt. Sie sind wesentlich unabhängiger als Hunde und manche Katzen benötigen auch täglichen Freigang.

Hauskatze © Radka Schöne  / pixelio.de

Hauskatze © Radka Schöne / pixelio.de

Ebenfalls kann es schnell passieren, dass Katzen sich durch Kratzen und Beißen verteidigen, wenn sie sich bedrängt fühlen. Solche Situationen können schnell aufkommen, besonders wenn kleine Kinder nicht genau wissen, wie sie mit dem Tier umgehen sollen. Weiterhin sind gerade Freigangkatzen eine Sorte für sich. Nicht selten bringen diese sogar Beute mit nach Hause und das könnte Kinder verstören.

Die Kosten für eine Katze halten sich oftmals im bezahlbaren Rahmen. Jedoch fallen Futter, Katzenstreu und Spielzeug schon ins Gewicht. Ebenfalls kann es passieren, dass die Katze Polstermöbel nutzen, um ihre Krallen zu schärfen. Dennoch sind Katzen gute und schöne Haustiere und wird darauf geachtet, dass eine besonders gelassene Hauskatze gefunden wird, kann diese auch bedenkenlos mit Kindern zusammenleben. Selbstverständlich sollte man als Eltern immer darauf eingehen, wie das Kind mit der Katze umgehen sollte und worauf zu achten ist. Ansonsten sind Katzen wunderbar zum Kuscheln und Schmusen geeignet und bringen auch viel Spaß mit sich.

Klein aber fein: Nagetiere sind oft bei kleinen Kindern sehr beliebt

Hamster © Th. Reinhardt  / pixelio.de

Hamster © Th. Reinhardt / pixelio.de

Der Anfang vieler Haustiergeschichten ist ein Nagetier. Hierbei ist es oftmals unwichtig, ob es sich um ein Kaninchen, eine Maus oder auch ein Meerschweinchen handelt. Oftmals haben diese ähnliche Bedürfnisse und werden von vielen Kindern gewünscht. Dabei kann man Nagetiere als „Starter-Haustier“ sehen, da sie meist recht unkompliziert sind.

Natürlich ist es auch bei Nagetieren wichtig, dem Kind zu zeigen, wie es damit umgehen muss und worauf zu achten ist. Nagetiere leben meist in einem Käfig und es besteht somit nicht die Gefahr, dass diese Kinder verletzen. Natürlich kann mit Nagetieren auch gekuschelt werden. Diese sind oftmals recht ängstlich, doch können auch sehr anhänglich sein. Der Anschaffungspreis ist hier meist recht hoch, da auch ein Käfig, Schlafplätze, Unterstellmöglichkeiten, Futter und Co. benötigt werden, dennoch aus reiner Kostensicht das günstigste, wenn auch langweiligste Haustier. Allerdings benötigen Nagetiere viel Pflege und sie haben keine hohe Lebenserwartung wie beispielsweise Hunde oder Katzen.

Man muss den Käfig nicht nur regelmäßig reinigen, sondern auch Futter und Wasser muss aufgefüllt werden. Viele Kinder werden diese Aufgabe die ersten Wochen übernehmen, doch nicht gerade selten wird die Arbeit dann an den Eltern hängenbleiben. Natürlich sollte den Kindern beigebracht werden, dass sie Verantwortung übernehmen müssen, damit es den Tieren gut geht. Nagetiere sind dafür gut geeignet und können ein erster Schritt in ein langes Leben mit Haustieren sein, die sicherlich viel Freude bringen werden.

Ein Haustier, egal ob Hund, Katze oder Maus ist kein Kinderspielzeug, dass man, wenn man keine Lust mehr hat zu spielen, in die Ecke packen kann.

Kinder können schon sehr früh verantwortungsbewußt sein allerdingt ist es zuviel verlangt, dass Kinder sich allein um das Haustier kümmern müssen. Mit einem Haustier kommen zusätzliche Aufgaben auch für die Eltern ins Haus. Somit müssen auch die Eltern Interesse an dem Haustier haben und auch zeigen. Daher sollte die Wahl eines Haustieres in der kompletten Familie entschieden werden. Ist die Entscheidung getroffen, sollten einige grundlegende Dinge unbedingt beachtet werden:

  • tierfreie Zone im Babyzimmer
  • Haustiere gehören nicht ins Kinderbett
  • 1x jährlich zum Tierarz / regelmäßige Impfungen
  • Kinder sollten gegen Tetanus geimpft sein
  • regelmäßig Schlaf- und Essplatz der Tiere reinigen
  • Fellpflege
  • muss im Mietvertrag erlaubt sein
  • ungeeignet bei Tierhaarallergie
  • Kleinkinder nicht unbeaufsichtigt mit Hund allein lassen
  • Hund sollte vom Wesen her familienfreundlich sein
  • hohe Lebenserwartung (8-16 Jahre)
  • Anschaffungskosten (ab 250€ bei einem Züchter / 50€ im Tierheim)
  • regelmäßige Impfungen / Entwurmung und ggf. Flohschutz
  • tägliche Beschäftigung / 2 Stunden Auslauf am Tag
  • muss im Mietvertrag erlaubt sein
  • kann ausschliesslich in einer Wohnung gehalten werden
  • oftmals ist eine 2. Katze empfehlenswert
  • sehr hohe Lebenserwartung (12-18 Jahre)
  • Kratzbaum, Katzentoilette und Fellbürste sind von Anfang an erforderlich
  • regelmäßige Impfungen / Entwurmung und ggf. Flohschutz
  • ab 40€ im Tierheim oder ca. 250€ bei einem Züchter
  • können ohne Genehmigung vom Vermieter gehalten werden
  • ideal für Kinder ab dem 4. Lebensjahr
  • idealerweise sollte Nagetier zu 2. gehalten werden
  • ACHTUNG: Nagetiere knabbern Tapetten, Kabel etc. an
  • Freigehege im Sommer
  • können bereits ab 10€ in der Zoohandlung gekauft werden
  • Neben Käfig sind auch Spielzeuge (Hamsterrad, etc.) ratsam
  • keine Impfungen erforderlich

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