Schweißen – der Umgang mit dem Schweißgerät will gelernt sein

6 September, 2013 1 Kommentar »
Schweißen – der Umgang mit dem Schweißgerät will gelernt sein

Wie bei allen anderen handwerklichen Tätigkeiten heißt es auch beim Schweißen: Achtung, Vorsicht im Umgang mit dem Gerät und den zu bearbeitenden Materialien. Nicht umsonst gehört das Erlernen verschiedener Schweißtechniken in den Ausbildungsbereich. Deshalb sollten sich vor allem Hobbyhandwerker mit der Materie von Beginn an vertraut machen.

Welche Schweißgeräte gibt es?

Es werden insgesamt gesehen drei Arten von Schweißgeräten, die für unterschiedliche Einsatzgebiete konzipiert sind, unterschieden:

  • Das autogene Schweißgerät

Es besteht aus einer Gasflasche und natürlich einer Sauerstoffflasche. Dazu ein Manometer mit Druckregler und natürlich verschiedenen Brenndüsen. Das Verbinden von zwei Metallteilen erfolgt durch Verschmelzung des Schweißdrahtes, welcher die beiden Metallteile miteinander dauerhaft verbindet. Um diese Technik anzuwenden sollten jedoch professionelle Kenntnisse im Schweißen vorliegen.

  • Das Elektro-Schweißgerät

Die Handhabung ist für Hobbyhandwerker leicht zu erlernen.
Hierbei handelt es sich um kleine Schweißgeräte ähnlich wie man sie auf schweisshelden.de finden kann. Ihre Leistung variiert von 100 bis 200 Ampere. Diese reicht aus, um Metallteile mit Sicherheitsbedenken zu verschweißen. Abhängig von der zu verschweißenden Metallstärke ändert sich auch die erforderliche Stärke der Elektrode und damit auch die nötige Ampereleistung. Für eine Elektrode von 2 mm Stärke reichen die Elektro-Schweißgeräte auf jeden Fall aus.

  • Das Schutzgasschweißgerät

Eine Mischung aus Gas und elektrischer Energie ist die Funktionsbasis dieses Gerätes. Im Inneren des Gerätes befindet sich der Schweißdraht. Dieser führt über die Griffdüse direkt zum Schweißherd. Natürlich gibt es auch hier verschiedene Drahtstärken und Techniken. Diese Technik erlaubt im Vergleich schnelleres Schweißen und auch Punktieren.

Welche Materialien kann man schweißen

Verzinkte Stähle mit Aluminium zu verschweißen ist mit großer Vorsicht zu genießen. Es sollte evtl. doch dem Fachmann vorbehalten bleiben. Der Schweißdraht besteht hier aus einer ummantelten Elektrode. Sobald der Minuspol das Metallteil berührt, wirkt die Elektrode als Pluspol. Sie erhitzt sich dann bei Berührung sofort mit dem Metallteil das verschweißt werden soll. Dünne Rohre hingegen verlangen bereits Profikenntnisse um fachgerecht miteinander verschweißt zu werden.

Welche Materialien lassen sich verschweißen

Grundsätzlich können alle Materialien verschweißt werden so lange genügend Material vorhanden ist. Allerdings gibt es einige besondere Kriterien zu beachten.
Häufig besteht nicht die Gefahr im Reißen der Schweißnaht sondern darin, dass das daneben liegende Material Schaden nimmt. Verzinkte Stähle mit Aluminium zu verschweißen ist schon etwas problematischer. Dem hingegen lassen sich zwei verschiedene Stähle meistens gut miteinander verschweißen.
Für diese so genannten schwarz-weiß Verbindungen gibt es das Schaeffler Diagramm. Mit ihm kann man seinen Schweißzusatzwerkstoff bestimmen.

Folgende Fehlerquellen bei Schweißarbeiten sollten vermieden werden

  • die Benutzung des falschen Schweißgerätes.
  • falsche Einstellungen des Gerätes oder fehlerhaftes Zubehör.
  • mangelhafte Vorbereitung bzw. fehlende Schweiß- und Materialkenntnisse.
  • falscher Transport oder falsche Lagerung und Aufstellung der Gasflaschen.
  • fehlende Schutzbekleidung.
  • nicht ausreichende Absicherung der Arbeitsstätte

Ein selbst geschweißtes Rankgitter als Beispiel für Neulinge:

Handelsüblichen Stahl, vier Quadratprofile von 10 x 10 x 2000 mm für die Eckpfeiler, ein simples Elektrodenschweißgerät und eine Rutil umhüllte Elektrode auswählen. Schon kann es losgehen um die einzelnen Zaunspitzen und Stahlprofile miteinander zu verschweißen. Das Ergebnis wird jeden Hobbyhandwerker begeistern.

Bei Aneignung der nötigen Fachkenntnis, einer guten Beratung bezüglich Materialien und Schweißtechniken sowie Einhaltung der erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen und einigen Heimwerkertipps können Schweißarbeiten von jedem Hobbyhandwerker ausgeführt werden.

Eine genaue Anleitung wie Mann am besten schweißt, kann man auf der folgenden Seite gut nachlesen (Link)

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1 Kommentar

  1. Anonymous 26. September 2013 at 10:55 - Reply

    Es ist auf alle Fälle hilfreich entsprechende Ausbildung und Information zu haben. Auch wen jemand ein Fahrlehrer ist kann er kein Flugzeug fliegen

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