Gartenteich anlegen – vom Planen über Bauen bis zur Bepflanzung

18 August, 2013 keine Kommentare »
Gartenteich anlegen – vom Planen über Bauen bis zur Bepflanzung

Wasser macht einen Garten lebendig. Für Haus- oder Gartenbesitzer geht von einem Gartenteich eine besondere Anziehungskraft aus. Die Gestaltungsmöglichkeiten sind unterschiedlich und bieten individueller Kreativität Raum. Es kommt auf die Platzmöglichkeiten und die Art des Teiches an, der kleines Paradies mit Blumen, Pflanzen und Tieren wohltuende Akzente setzt.


Mit der gewissenhaften Planung beginnen

Der passende Standort und die verfügbare Fläche bestimmen die Materialplanung. Der Untergrund muss eben und frei von Steinen und Wurzeln sein. Unter Bäumen, Nadelhölzern und Sträuchern kommt ein Gartenteich kaum zur Geltung.

Abgestorbenes Laub und Bestandteile von Koniferen entziehen dem Wasser Sauerstoff und bei der Zersetzung können Schadstoffe entstehen, die der Teichqualität schaden.
Sumpfpflanzen, Randbegrünung und Tiere im Teich brauchen einen sonnigen Standort.

Bei der Planung sollte entschieden werden, ob der Teich ein Biotop (Sumpflandschaft), ein Fischteich, Zierteich oder sogar Schwimmteich werden soll. Der Koiteich (Karpfenteich) hingegen muss nicht der vollen Sonne ausgesetzt sein.

Damit die Tiere im Winter nicht erfrieren, muss ein Fischteich über eine ausreichende Tiefe verfügen. Eine gute Mischung aus Licht und Schatten ist für den Standort optimal.

Beim Ausheben der Teichgrube wird Erdreich anfallen, das entsorgt werden muss. Eine Möglichkeit wäre, mit dem Erdreich die hintere Teichumgebung zu gestalten.

Material und Ausstattung

Die Frage, ob ein Fertigteich oder Folienteich verwendet wird, muss sich jeder selbst beantworten. Die Wassertiefe ist nicht nur für Fische entscheidend, sondern auch für Schilf, Seegras, Sumpfdotterblumen, Seerosen (die im ruhigen Gewässer gedeihen) oder Wasserhyazinthen.

Auch ein Miniteich sollte eine Mindesttiefe von 80 Zentimetern haben. Die Teichanlage als Fertigteil oder Eigenbau wird mit eindrucksvoller Beleuchtung, exklusiven Wasserspielen, dekorativer Ufergestaltung mit Steinen und Steingartengewächsen sowie Sitzecken zur Wohlfühloase für Wasserfrösche, Libellen und natürlich den Menschen.

Gartenteichbepflanzung © Karl-Heinz Liebisch  / pixelio.de

Gartenteichbepflanzung © Karl-Heinz Liebisch / pixelio.de

Das Baumaterial und Werkzeug besteht im Wesentlichen aus:

  • Spaten, Schaufel
  • Wasserwaage
  • Kies und Sand
  • Teichwanne oder Teichfolie
  • Teichvlies

Die Teichfolie ist als Meterware im Baumarkt erhältlich und besteht aus widerstandsfähigem PVC, synthetischem Kautschuk (EPDM) oder PE. Der Vorteil der flexiblen Folie ist, dass die Form und Größe des Gartenteiches variabel gestaltet werden kann.
Der Fertigteich (als robuste Teichwanne) steht in verschiedenen Größen und Formen im Handel zur Auswahl. Der fiberglasverstärkte Kunststoff ist für heiße Sommer- und kalte Wintertemperaturen resistent.

Erforderliches Gartenteichzubehör

Bei einem Folienteich sollte an eine Kapillarsperre gedacht werden, denn ohne diese verliert der Gartenteich ständig Wasser an das umgebende Erdreich.
Die Teichpumpe ist unerlässlich. Um das biologische Gleichgewicht zu erhalten, muss das Wasser permanent gefiltert, gereinigt und mit Sauerstoff angereichert werden. Pumpen unterschiedlicher Größen und Leistungen werden nach der Teichgröße und dem Wasserinhalt ausgewählt.

Teichfilter, die eine UVC-Leuchte integriert haben, vermindern das Algenwachstum. Mittels UV-Strahlung werden Keime abgetötet.
Außenstrahler und Unterwasserleuchten wirken attraktiv. Zu beachten ist, dass eine Unterwasserleuchte nicht in einem Fischteich eingesetzt wird!
Die Stromanschlüsse für die Gartenteichtechnik sollte ein Elektrofachmann durchführen.

Der Gartenteich besteht aus mehreren Zonen:

Gartenteichbereich © flickr.com / ell brown

Gartenteichbereich © flickr.com / ell brown

  • Sumpfzone (etwa 40 Prozent der Teichfläche)
  • Flachwasser (etwa 35 Prozent der Teichfläche)
  • Tief Zone (bis zu einem Meter) Die Tiefzone beträgt etwa ein Drittel der Teichfläche. Schwimmblattpflanzen wie die Seerose entwickeln sich hier gut.
  1. Nach der Markierung auf dem ebenen Boden (je nach Größe der Teichwanne) die Erde ausgraben. Es sollte etwa 10 Zentimeter in der Tiefe und Breite zugegeben werden. Die Grube mit Bausand etwa 10 Zentimeter füllen und feststampfen.
  2. Das Teichvlies faltenfrei auflegen. Entweder den Fertigteich einsetzen oder die Teichfolie darüber auslegen. Ein Überhang von 60 Zentimetern ist mit der Folie notwendig, um genügend Spielraum zu haben, wenn die Grube mit Wasser gefüllt wird.
  3. Nach dem Einsetzen der Tief- und Flachwasserpflanzen kann die Randbepflanzung erfolgen. Der Springbrunnen, Detailgestaltung und Beleuchtungsarten (Solartechnik) prägen den Gartenteich als Unikat.

 

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