Profiltiefe bei Sommerreifen – sind 1,6 mm Minimum noch sicher?

7 August, 2013 keine Kommentare »
Profiltiefe bei Sommerreifen – sind 1,6 mm Minimum noch sicher?

Der Gesetzgeber hat die Mindestprofiltiefe für Sommerreifen auf 1,6 Millimeter festgelegt. Bei trockener Straße ist das problemlos. Doch wie sieht’s mit der Sicherheit aus, wenn die Straße nach einem Sommergewitter regennass ist?


Mehr Profil ist besser!

Der ADAC weist darauf hin, dass eine Profiltiefe von 1,6 mm zu wenig ist, wenn der PKW auf Breitreifen rollt und die Straße regennass ist. Der Automobilclub plädiert für eine Mindestprofiltiefe von 2 – 2,5 mm. Bereits ab einer Profiltiefe von 4 mm, so der ADAC, verliert der Reifen auf regennasser Straße viel vom Grip. Aquaplaning kann entstehen, der Wagen ist dann nicht mehr sicher zu lenken oder zu bremsen, gefährliche Unfälle sind in Extremsituationen kaum zu vermeiden.

Fazit: Wer mit dem Mindestprofil von 1,6 mm fährt, geht bei regennasser Fahrbahn ein erhebliches Risiko ein. Eine Profiltiefe von 2 – 2,5 Millimeter Profiltiefe bringt mehr Sicherheit.

Ist die Profiltiefe bei 1,8mm ist es ratsam sich nach einem neuen Satz Sommerreifen umzusehen. Das kann man zum einen bequem im Internet wie auf toroleo.de oder bei anderen Reifenanbieter machen, in dem man einfach seine Reifengröße angibt und sich dann den passenden Satz Reifen aussucht und nachhause liefern lässt oder man kauft den Satz Reifen in seiner Werkstatt des Vertrauens.

Bei Werkstätten wird beim Kauf neuer Reifen zudem auch oft eine Einlagerung der Winterreifen angeboten und die Reifen werden selbstverständlich gleich ausgewuchtet und fachgerecht montiert. Hier muss man Preisersparniss und Reifenmontage miteinander aufwiegen.

Sommerreifen – Worauf muss man bei der Wahl des richtigen Reifen achten?

  • Das Profil der Reifen kann man mit einem speziellen Profilmesser überprüfen, die es gratis beim Reifenhändler gibt. Zur Not geht’s auch mit einem 1-Euro-Stück. Ist der goldene Rand im Profil verschwunden, ist noch genügend Profiltiefe vorhanden.
  • Keine Reifen unterschiedlicher Marken, Profilstärken oder Profiltypen fahren.
  • Keinen Reifenmix verwenden, also keine Sommerreifen mit Ganzjahres- und/oder Winterreifen mischen. Einen Mix aus Diagonal- und Radialreifen zu fahren, ist sogar gesetzlich verboten,
  • Spätestens wenn die Mindestprofiltiefen von 1,6 mm erreicht sind, müssen die Reifen gewechselt werden. Entsprechende Profilindikatoren am Reifen zeigen dies deutlich an. Beim Reifenersatz dann immer auch die Ventile erneuern lassen.
  • Den Luftdruck aller vier Reifen (und des Ersatzreifens) regelmäßig prüfen, z. B. beim Tankstopp – auch ein falscher Reifendruck kann trotz ausreichender Profiltiefe den Bremsweg extrem beeinträchtigen

Sommerreifen – schmal oder breit?

Die Reifengröße 185/60 R 15 ist das Standardmaß für kleinere PKW. Die vom ADAC getesteten Sommerreifen 2013 zeigen, dass sich insbesondere das Fahr- und Bremsverhalten der getesteten Sommerreifen bei Nässe deutlich verbessert hat.

Reifenindex © Quelle: ADAC PKW Reifenkennzeichnung Stand 07 - 2010 S. 3

Quelle: ADAC PKW Reifenkennzeichnung Stand 07 – 2010 S. 3

Schmale Reifen haben allerdings auf trockener Straße einen längeren Bremsweg als die 225er Breitreifen.

Breitreifen mit den Maßen 225/45 R 17 sind beliebt bei den Fahrern der Autos in der gehobenen Mittelklasse. Mit dem Speedindex W oder Y sind sie für Geschwindigkeiten bis 270 km/h oder höher ausgelegt.

Auch hier haben die Tester eine Verbesserung der Nässefahr- und bremseigenschaften konstatieren können.

Dennoch ist die Gefahr des Aquaplanings erheblich höher als bei den Schmalreifen. Exzellente Fahreigenschaften haben Breitreifen auf trockener Fahrbahn, der Bremsweg ist auch kürzer.

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