Was regelt das Mutterschutzgesetz

29 März, 2012 keine Kommentare »
Was regelt das Mutterschutzgesetz

Für Frauen ist es häufig ein wunderschönes Erlebnis, wenn sie erfahren dass sie schwanger sind. Doch auch wenn dieser Zustand keine “Krankheit” ist und man sich deshalb nicht komplett aus dem Berufsleben zurückziehen muss, werden im Mutterschutzgesetz wichtige Dinge geregelt, die das Wohlbefinden der Frau und die Gesundheit des Babys sicherstellen.

Kündigungsschutz während der Schwangerschaft

Grundsätzlich steht man von Beginn der Schwangerschaft an unter Kündigungsschutz. Das bedeutet, sollte der Arbeitgeber eine Kündigung aussprechen, macht er sich strafbar und man kann vor Gericht dagegen vorgehen. Die Schwangere selbst kann allerdings innerhalb der Schutzfrist ohne Angabe von Gründen oder Einhaltung einer Frist kündigen.

Arbeitsplatzbestimmungen

Auch wie der Arbeitsplatz aussehen sollte wird bestimmt. Bei Tätigkeiten, die fast ausschließlich im Stehen gemacht werden, muss der Arbeitgeber der schwangeren Angestellten eine Sitzmöglichkeit zur Verfügung stellen.
Wird der Beruf im Sitzen durchgeführt, muss die Frau die Möglichkeit erhalten die Arbeit ab und zu unterbrechen zu können und sich frei bewegen zu dürfen.

Ab dem 5. Schwangerschaftmonat, dürfen ausschließlich stehende Tätigkeiten nicht mehr als 4 Stunden täglich durchgeführt werden.
Ist im Beruf das Tragen von schweren Lasten (über 5kg) vorgesehen, so spricht der Arzt für die komplette Schwangerschaft ein Beschäftigungsverbot aus, denn durch die körperliche Anstrengung kann es zu einer Fehlgeburt kommen. Bei körperlich leichten Arbeiten kann man – mit einigen Ausnahmen – bis zur 6. Woche vor der Entbindung seinem Beruf nachgehen.

Allerdings sollte dies keine Nachtschichten und Arbeiten vor 6 Uhr und nach 20 uhr beinhalten, denn das ist laut Gesetz ebenfalls verboten.
Nach der Entbindung darf die Frau grundsätzlich nicht innerhalb der ersten 8 Wochen arbeiten. Bei Früh – und Mehrlingsgeburten sind es sogar 12 Wochen. Auch in dieser Zeit gilt weiterhin der Kündigungsschutz.
Bei Beschäftigungsverboten ist der Arbeitgeber verpflichtet den Durchschnitt der letzten 3 Monate weiterhin als Gehalt zu zahlen. 6 Wochen vor der Geburt erhalten die Schwangeren dann Mutterschaftsgeld von der gesetzlichen Krankenkasse.
Der Arbeitgeber ist ebenfalls verpflichtet der schwangeren Angestellten für bestimmte ärztliche Termine, die durch die Krankenkassen geregelt sind, freizustellen. Ausführliche Informationen zu allen Punkten, die im Mutterschutzgesetz gereglt sind, kann auf auf http://www.gesetze-im-internet.de/muschg/index.html nachlesen.

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