Rückstufung der KFZ Versicherung nach Schadensfall – wie funktioniert die Rückstufung und wann erlangt man wieder seine alte Schadenfreiheitsklasse?

19 Juni, 2013 keine Kommentare »
Rückstufung der KFZ Versicherung nach Schadensfall – wie funktioniert die Rückstufung und wann erlangt man wieder seine alte Schadenfreiheitsklasse?

Alle sämtlichen KFZ Versicherungen basieren auf dem Prinzip, dass es das individuelle Risiko auf der Straße erfasst und mit einer sogenannten Rückstufung wie Vorrückung im Schadensfall bzw. im Nichtschadensfall reagiert. So ist es möglich, dass der Jahresbeitrag der Versicherung entweder steigt oder fällt; je nachdem, ob ein Unfall verschuldet wurde oder nicht. Ein System, welches seit Jahrzehnten angewandt wird.


Wie die KFZ Versicherung teuer werden kann

KFZ Versicherungen können günstige aber auch hohe Jahresbeiträge vorschreiben. Das liegt in erster Linie am Versicherungsnehmer selbst. Denn tritt ein Schadensfall ein, welcher vom Versicherungsnehmer selbst verursacht wurde, so rückt dieser in der Schadensfreiheitsklasse zurück.

Sollte jedoch das Jahr ohne selbst verschuldeten Unfall überstanden werden, so rückt der Versicherungsnehmer in der Schadenfreiheitsklasse eine Stufe nach oben.

Berechnet wird die Summe mit einem Prozentsatz, welcher sich aus einem Grundbetrag des Versicherungsvertrages ergibt. Desto höher man in der Schadenfreiheitsklasse steigt, umso niedriger wird der Prozentsatz. Umgekehrt wird der Prozentsatz deutlich größer, dass auch die zu bezahlende Versicherungssumme deutlich höher wird.

Die Schadenshöhe ist irrelevant

  • Bei der Rückstufung sind jedoch nur die Anzahl der Unfälle von Bedeutung. Die Schadenshöhe spielt keine Rolle, sodass es egal ist, ob die Versicherung 100 Euro oder 5.000 Euro ersetzen musste.

Natürlich ist es sinnvoll, wenn etwaige kleinere Schäden vom Versicherungsnehmer privat bezahlt werden. Denn ein Schaden von 100 Euro ist durchaus günstiger als eine neue Versicherungsstufe, welche oftmals zwischen 200 Euro und 400 Euro (je nach Schadenfreiheitsklasse) ausmachen kann. Im Notfall muss gegengerechnet werden, ob tatsächlich die Privatbezahlung günstiger ist bzw. ob es billiger ist, wenn die Versicherung den Schaden übernimmt.

 

Der Freischaden Bonus als Hilfsmittel für den Versicherungsnehmer

Viele Versicherungen bieten auch sogenannte Freischäden an (hier klicken). Hier erhält der Versicherungsnehmer zum Beginn seines Vertrages einen “Freischaden Bonus”, der jährlich, sofern kein Unfall passiert bzw. sofern dieser nicht eingelöst wird, erneuert wird. Sollte tatsächlich ein Unfall verschuldet werden, wird der Freischaden Bonus eingereicht. Das bedeutet, dass keine Rückstufung erfolgt.

Der Freischaden Bonus kann jedoch nur einmal angewendet werden, sodass nach dem Verbrauch die Versicherungsgesellschaft nicht wieder jährlich einen neuen Freischaden Bonus an den Versicherungsnehmer sendet.

Mehr dazu findet man auch in diesem Artikel auf Focus.de

zum Thema passend

Kommentieren